Zurück zur Startseite. Zurück zur Startseite. Zur Webseite von Radio Stephansdom.
- 02.09.10

 RSS, ATOM
 
Tauet Himmel - Rorate coeli!
© RupprechtDer Advent gilt als stillste Zeit im Jahr, ist aber für viele Menschen besonders stressig aufgrund der Weihnachtsvorbereitungen, die sie treffen müssen. Dennoch stehen viele gerne in der Nacht auf, um gerade in dieser Zeit Gottesdienst zu feiern, die Rorate-Messe.

Der Advent, als stillste Zeit im Jahr, ist durchzogen von einem gar nicht stillen Brauch: Mehrmals, in manchen Pfarren sogar täglich, wird in der Früh - zwischen 6.00 und 7.00 Uhr - Messe gefeiert.

Rorate als morgendliche Marien-Messe

© Rupprecht
Rorate-Messen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die Rorate-Messen sind Maria gewidmet. Ihr wird als Gottesmutter, die zur Zeit des Advent hochschwanger ist, bis zum 16. Dezember besonders gedacht.

"Rorate coeli desuper" lauten die ersten Worte der Rorate: "Tauet Himmel, von oben". Diese Zeilen stammen vom Propheten Jesaja mit dem Zusatz: "Ihr Wolken, laßt Gerechtigkeit regnen!" Gemeint ist die Hoffnung auf die Ankunft des Herrn. Der Morgentau erquickt die Pflanzen, der göttliche Tau soll die Menschen erquicken. Deshalb auch die frühe Stunde. Die Rorate soll zur Zeit der Vigil gefeiert werden, vor Sonnenaufgang. Wenn man die Kirche verläßt, bricht die Dämmerung herein, und der Tau senkt sich.

Der Text von "Tauet Himmel" aus dem Jahr 1741 von Heinrich Lindenborn

"Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab!",
rief das Volk in bangen Nächten, dem Gott die Verheißung gab,
einst den Retter selbst zu sehen und zum Himmel einzugehen;
denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor.

Voll Erbarmen hört das Flehen Gott auf hohem Himmelsthron:
Alle Menschen sollen sehen Gottes Heil in seinem Sohn.
Gottes Engel eilt hernieder, kehrt mit dieser Antwort wieder:
"Sieh, ich bin des Herren Magd, mir gescheh, wie du gesagt."

Und als Mensch zu Menschenkinder kommt des ewgen Vaters Sohn;
Licht und Heil bringt er den Sündern, Frieden von des Himmels Thron.
Erde jauchze auf in Wonne bei dem Strahl der neuen Sonne:
Bald erfüllet ist die Zeit. Macht ihm euer Herz bereit!

Wo Roraten stattfinden

Roraten werden in den meisten Pfarren gefeiert, im Stephansdom  von Montag bis Samstag um 6.30 Uhr beim Maria Pocs -Altar.

(bs)

14.12.2005

Druckansicht

Zurück

Schwerpunkte
Thema Missbrauch
Kultursommer
Sommergespräche
Neuerscheinungen
Aktuelle Tipps
Schöpfung und Evolution




Die Erzdiözese - Service - Glaube & Leben - Pfarren - Termine - Suche/Sitemap - Gottesdienstsuche

Katholische Kirche Wien - Erzdiözese Wien - Erzbistum Wien
Optimiert ab MS IE 5.X und NS 7.X mit 1024x768 Pixel