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- 30.07.10

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Aufbruchsstimmung
© Stephanscom.at"Wir sind jetzt hierher in den Stephansdom aufgebrochen, um miteinander zu beten, zu horchen und Kraft zu schöpfen aus den Quellen des Glaubens", betonte Thomas Kaupeny in seiner Predigt beim Sendungsgottesdienst der zweiten Diözesanversammlung.

"Aufbrechen ist manchmal etwas wunderbar Frohmutiges und Schwungvolles: 'In Gott's Nam' gemma's an!', sagte Thomas Kaupeny, Kirchenrektor der Caritas-Einrichtung für Kinder und Jugendliche Am Himmel, im Sendungsgottesdienst der zweiten Diözesanversammlung.

Aufbrechen - etwas Mühsames

"Aufbrechen ist meistens etwas Mühsames - die vielen, vielen kleine Aufbrüche jeden Tag. Aufbrechen ist manchmal der inneren Stimme, des Gewissens Gehör schenken und nur ihr folgend einen einsamen Aufbruch wagen", so Thomas Kaupeny in seiner Predigt im Stephansdom am Samstag, 13. März 2010. Aufbrechen in Gemeinschaft könne manchmal auch mühsam sein, "weil immer irgendwer irgendetwas vergessen hat und irgendjemanden noch etwas einfällt. Der Aufbruch verzögert sich. Die einen werden schon ungeduldig, die anderen rennen wieder zurück", erklärte Kaupeny.

"Der Aufbruch aller Aufbrüche"

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"Vom Aufbrechen sprechen wir auch, wenn sich ein Herz wieder öffnet", so Thomas Kaupeny.

"Vom Aufbrechen sprechen wir auch, wenn alte Wunden wieder aufbrechen. Und wenn sich ein geängstigtes, verwirrtes, verstörtes, wundes, raues, verhärtetes, verbittertes, verschlossenes Menschenherz sich wieder öffnet - der Aufbruch aller Aufbrüche", sagte Thomas Kaupeny zu den versammelten Delegierten.

Ganz egal, welche Aufbrüche und Zusammenbrüche die einzelnen Teilnehmer der Diözesanversammlung jetzt besonders beschäftigen würden, allen sei gemeinsam: "Wir sind jetzt hierher in den Stephansdom aufgebrochen, um miteinander zu beten, zu horchen und Kraft zu schöpfen aus den Quellen des Glaubens", betonte Kaupeny.

Grenzerfahrungen

Im Bezug auf das Evangelium mit dem Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner (Lk 18, 9-14) unterstrich Thomas Kaupeny, was man vom Zöllner lernen könne: "Dieser hat kein aufgeblasenes Imponiergehabe vor Gott, dem Lebendigen. Er erzählt von seinen Grenzerfahrungen. Es wird euer, unser Gebet neu lebendig machen, wenn wir einfach das, wo wir an die Grenze mit unserer Geduld, unseren Nerven, unserem Fassungsvermögen und Verstehen kommen, ins Gebet hineinlegen."

Und Kaupeny führte weiter aus: "Wenn wir nicht nur an die Grenzen gekommen sind, sondern die Grenze nicht beachtet haben - wiederum viel zu schnell, viel zu wild, viel zu voreilig waren mit anderen Menschen - darf man das mit 'Gott, sei mir Sünder gnädig!' hingeben und sagen: 'Lieber Gott, von dir erhoffe und erbitte ich alles, erwarte ich dein Entgegenkommen.'"

(red)

13.03.2010


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