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- 19.03.10

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Joseph Ratzinger ist der achte Papst aus Deutschland
© VatikanMit dem neu gewählten Papst Benedikt XVI. umfasst die Liste der 265 Päpste insgesamt acht deutsche Staatsbürger. "Wehe, wie viel kommt doch darauf an, in welche Zeit auch des trefflichsten Mannes Wirken fällt", heißt es auf dem Grabstein Hadrians VI.

265 Päpste umfasst die Liste aller Oberhäupter der katholischen Kirche. Mit der Wahl von Joseph Ratzinger zum "Pontifex Populorum", dem Papst Benedikt XVI. sind es bisher acht Männer, die aus Deutschland kamen. Als letzter deutscher Amtsvorgänger von Benedikt XVI. war Hadrian VI. das katholische Kirchenoberhaupt. Ihm war die Leitung der Kirche in den Anfängen der Reformation anvertraut. Die deutschen Päpste blieben aber zumeist unbedeutend. Auch die Amtszeiten waren relativ kurz. Als kürzeste Amtszeit sind die 23 Tage von Damasus II. in die Kirchengeschichte eingegangen.

Gregor V. (996 - 999)

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Papst Gregor V.

Gregor V. war der erste deutsche Papst an der Spitze der Kirche. Der Sohn Herzog Ottos von Kärnten und Hofkaplan Ottos III. wurde 996 als 24-Jähriger in Ravenna von Otto III. zum Papst designiert und von den Kardinalbischöfen von Ostia, Porto und Albanum geweiht. Er wurde aus Rom vertrieben, aber von Kaiser Otto III. wieder eingesetzt. Der in Rom erhobene Gegenpapst Johannes XVI. wurde zu lebenslanger Klosterhaft verurteilt.
Papst Gregor V. lenkte von 996 - 999 die Geschicke der Kirche.

Clemens II. (1046/47)

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Papst Clemens II.

In den Jahren 1046/47 regierte Papst Clemens II. König Heinrich III. erhob Bischof Suitger von Bamberg zum neuen Papst. Seine erste Amtshandlung war König Heinrich III. zum Kaiser zu krönen. Unter seiner Herrschaft verbot er die Simonie, den Ämterkauf in der Kirche. Clemens II. wurde vergiftet und starb am 9. Oktober 1047. Sein Grab im Bamberger Dom ist das einzige Papstgrab nördlich der Alpen.

Damasus II. (1048)

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Papst Damasus II.

Der dritte Papst aus dem Heiligen römischen reich deutscher Nation war Damasus II. Er folgte auf Clemens II., war aber nur wenige Tage, zwei Wochen im Amt - vom 17. Juli bis 9. August 1048. Er war vorher Bischof Poppo (Bruno) von Brixen und stammte aus fränkisch-bayerischem Adelsgeschlecht. Er starb am 9. August 1048 in Palestrina wahrscheinlich Malaria. Quellen auch er sei wie Clemens II. vom abgesetzten Papst Benedikt IX. vergiftet worden.

Leo IX. (1049 - 1054)

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Papst Leo IX.

Der Nachfolger von Damasus II. war Papst Leo IX. Von 1049 bis 1054 leitete er als Papst die katholische Kirche. Er stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Dagsburg und Egisheim (Elsaß) und war ein Vetter Heinrichs III.
Der neue Papst machte die Annahme des Papstamtes von der Zustimmung des Volkes und des Klerus von Rom anhängig. Mit ihm begann die Reform der Kirche. Als Vertreter der cluniazensischen Reformbewegung wollte er eine geistliche Erneuerung der Kirche erreichen. Leo XI. nahm den Kampf gegen die Simonie (Kauf und Verkauf geistiger Ämter) wieder auf und trat auch gegen die Priesterehe auf.
In sein Pontifikat fiel die endgültige Trennung Roms von Konstantinopel im Jahr 1054, die mit der gegenseitigen Exkommunikation besiegelt wurde.

Viktor II. (1055 - 1057)

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Papst Viktor II.

Viktor II. regierte von 1055 bis 1057. Vor seiner Bestimmung zum Papst war Gebhardt Bischof von Eichstätt und Kanzler des Kaisers. Es war der letzte deutsche Bischof auf dem Papstthron und der letzte von einem Kaiser - Heinrich III. - eingesetzte Papst. Er führte Kirchenreformen weiter. Nachdem er die weltliche Herrschaft von Heinrich IV. Nach seiner Rückkehr nach Italien starb er in Arezzo.

Stephan IX. (1057/58)

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Papst Stephan IX.

Vom 2. August 1057 bis zum 29. März 1058 regierte Stephan XI. Er setzte sich wie sein Vorgänger Leo IX. für die Reform der Kirche ein. Sein besonders Anliegen war die Freiheit und Unabhängigkeit der Kirche. Er ernannte Petrus Damianus zum Kardinalbischof von Ostia. Aber er starb nach nur acht Monaten auf dem Stuhl Petri auf einer Reise in Florenz, wo er auch in der Kirche S. Reparata beigesetzt ist.

Hadrian VI. (1522 /23)

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Papst Hadrian VI.

Papst Hadrian VI. war vom 9. Januar 1522 bis 14. September 1523 im Amt. Er gilt als deutscher Papst, da er aus Utrecht, das damals zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation gehörte, stammte. Er war der letzte nicht-italienische Papst bis zur Wahl des polnischen Kardinals Karol Wojtyla am 16. Oktober 1978 als Johannes Paul II.

Hadrian VI. war ein frommer und kluger Reformer der Kirche. Die Römer hatten das nicht gutgeheißen und es wurden ihm Laster angedichtet. Sogar sein offizieller Geschichtsschreiber schrieb, Hadrian sei an "übermäßigem Biergenuss gestorben".

Er versuchte die Reformation zu verhinden. Aber sein Anliegen, beim Reichstag zu Regensburg die Ächtung des Reformators Martin Luther mit dem Wormser Edikt durchzusetzen scheiterte ebenso wie sein Versuch Erasmus von Rotterdam für die katholische Kirche zu gewinnen. Er ging in die Geschichte ein als ein Papst, der in seiner Regierungszeit nur herbe Enttäuschungen erlebte. So findet sich auch auf seinem Grabmal in der deutschen Nationalkirche Santa Maria dell' Anima die Inschrift: "Wehe, wie viel kommt doch darauf an, in welche Zeit auch des trefflichsten Mannes Wirken fällt."

(gr)

20.05.2005



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