Die Hüllen fallen lassen, die Masken abnehmen, das war die Botschaft der Organisatoren der find.fight.follow-Rockmesse an die 1.200 Jugendlichen am Sonntag, 13. April 2008, in der Pfarrkirche in Gloggnitz. In vielen alltäglichen Situationen würden wir alle Masken tragen und nicht zeigen, wer wir sind und was wir wirklich fühlen, so Pfarrer Ernst Pankl zu den Jugendlichen.
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In kurzen Videos sind alltägliche Szenen zu sehen: Ein Jugendlicher, der wegen seiner Freunde raucht; ein Mädchen, das seiner Oma nicht weh tun möchte und sich deswegen über ein Geschenk "freut"; ein Bursch, der nur in der Kirche sitzt, damit die Eltern zufrieden sind. Indem sie sich die ausgeteilten Masken vors Gesicht halten, bekunden die Jugendlichen, dass sie solche Situationen gut kennen.
"Nehmt eure Masken ab, zeigt euch so, wie ihr seid", predigte Pfarrer Pankl:
"Aber vergesst nicht: Zwingt niemand anderen, sich für euch eine Maske
aufzusetzen." Mit einer Papierblume in der Hand haben die Besucher die
Kirche verlassen. Diese Blume sollten sie jemandem schenken, bei dem sie
ganz sie selbst sein können.
"Ich geh normalerweise nicht in die Kirche - aber meine Mutter hat gesagt,
ich soll es mir anschauen: Genial!", schreibt die 17-jährige Natalie ins
Gästebuch der Jugendgottesdienstreihe find.fight.follow. Stefanie Sandhofer
vom ehrenamtlichen Organisationsteam ergänzt: "Ich war schon bei einigen
find-fight-follow-Gottesdiensten, aber in der 'eigenen' Kirche ist es schon
etwas ganz Besonderes. Ich bin wahnsinnig stolz auf die 50 Ehrenamtlichen,
die hier alles vorbereitet haben."
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(red)