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- 02.09.10

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Die Kirchen laden zum Autofasten
© AutofastenVon Aschermittwoch bis Karsamstag sollen zum Wohl der Schöpfung und der Mitmenschen beim Autofasten Alternativen zum Autoverkehr gesucht werden. Die Verkehrsverbünde unterstützen die ökumenische Initiative der kirchlichen Umweltbeauftragten.

Die Kirchen laden zum dritten Mal österreichweit zum "Autofasten" ein. In der Zeit von Aschermittwoch, 6. Februar, bis Karsamstag, 22. März, sollen zum Wohl der Schöpfung und der Mitmenschen Alternativen zum Autoverkehr gesucht werden und möglichst viele Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. "Mobilität ist gut, aber bei einem Zuviel an Individualverkehr hört sich die Mobilität auf", sagte Weihbischof Franz Scharl am Mittwoch, 16. Jänner 2008, bei einer Pressekonferenz in Wien. "Der zu beobachtende Klimawandel zeigt eindrücklich, dass eine Überprüfung des eigenen Lebensstils notwendig ist. Tun Sie mit beim Autofasten, wo und wie es möglich ist", appellierte der Bischof, der selbst überzeugter Nichtautofahrer ist.

Oft beginnt der Tag im Stau

© Stephanscom.at
Die Aktion Autofasten lädt auch heuer wieder dazu ein, auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder die eigenen Füße umzusteigen.

Der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein sprach vom prophetischen Aufzeigen falscher Entwicklungen rund um den "Mythos" Auto. "Für viele beginnt der Arbeitstag im Auto mit Stau und somit mit Hemmnis statt mit individueller Freiheit und Mobilität", betont Lein. Er sehe die von den Umweltreferenten der katholischen und evangelischen Kirche initiierte Aktion als willkommene Gelegenheit, das Autofahren zu problematisieren und den öffentlichen Verkehr zu forcieren. "Es geht darum, über den eigenen Lebensstil nachzudenken und diesen im Blick auf die allgegenwärtige Umweltbelastung zu verändern", betonte auch Kardinal Christoph Schönborn in einem bei der Pressekonferenz vorgestellten Grußwort zur Aktion Autofasten.

Die Menschen zum Verzicht motivieren

© Rupprecht@kathbild.at
Weihbischof Franz Scharl ist überzeugter Nichtautofahrer.

Auf der Website www.autofasten.at können sich Interessierte als Teilnehmer registrieren lassen und auch etwas gewinnen, informierte die Umweltbeauftragte der Erzdiözese Wien, Katharina Kampl. Es winken Preise wie Fastentickets für öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder Thermenaufenthalte. Es gehe nicht darum, das Autofahren zu verbieten, es soll aber zu einer möglichst nachhaltigen Nutzung motiviert werden, etwa durch die Bildung von Fahrgemeinschaften, treibstoffsparendes Fahren oder den Verzicht auf nicht wirklich nötige Fahrten.

300 Gratis-Tickets

Verkehrsverbünde in Ostösterreich (VOR und VVNB) unterstützen die ökumenische Initiative. Werner Molik vom Verkehrsverbund Ost-Region unterstrich das ökologische Anliegen, das sein Unternehmen mit 300 Gratis-Tickets gerne unterstütze.

Zur Teilnahme anmelden kann man sich online oder schriftlich beim Umweltreferat der Erzdiözese Salzburg, Kapitelplatz 2, 5010 Salzburg.

Weitere Artikel:

"Autofasten ist ein Gebot der Stunde"

"Heilsam in Bewegung kommen"

(red/PEW)

16.01.2008


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