"Obwohl wir wissen, dass Gott allein der Herr des Lebens ist, und obwohl das fünfte Gebot Gottes lautet: 'Du sollst nicht töten', wird das menschliche Leben dennoch oft unterdrückt, missbraucht und getötet", so der Wiener Weihbischof, und verwies auf den Irak, einem Land in dem "täglich Dutzende Menschen dem Terror zum Opfer fallen".
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Große Probleme gebe es auch am Beginn des menschlichen Lebens, das von Abtreibung bedroht sei. "Dazu kommt heute Genmanipulation, Klonen und Stammzellengewinnung aus Embryonen, die dann getötet werden", so Bischof Schwarz. Ebenso düster sei es am Ende des menschlichen Lebens, nahm Weihbischof Ludwig Schwarz auf die "Parlamentarische Versammlung des Europarates" und die Diskussion um aktive Sterbehilfe bezug. "Gott sei Dank", so Bischof Schwarz "wurde die 'Entkriminalisierung der Sterbehilfe' in Straßburg durch die große Mehrheit der Abgeordneten abgelehnt.
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Christen gehe es nicht nur heute, sondern immer um den umfassenden Lebensschutz von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, predigte der Weihbischof und verwies auf Papst Johannes Paul II., der die Menschen immer wieder zu einer "Kultur des Lebens und der Liebe" aufrief.
"Niemand kann sich das Recht anmaßen, einem anderen Menschen den Tod zuzufügen." An diesem Grundsatz christlicher Ethik dürfe nicht gerüttelt werden. In der Realität sehe das natürlich anders aus: "seit 1. April 2005 können zum Beispiel an den Landeskliniken Salzburgs Abtreibungen vorgenommen werden", so der Bischof, der wie Erzbischof Alois Kothgasser bedauerte, "dass es in Österreich leider eine Verharmlosung der Abtreibung gibt".
Natürlich gebe es Entscheidungen gegen das Leben, die aufgrund von schwierigen oder geradezu dramatischen Situationen getroffen werden. Die Abtreibung dürfe aber nicht als ein von den Zwängen des Lebens diktierter Ausweg betrachtet werden, erklärte Weichbischof Ludwig Schwarz: "In diesem Punkt darf es keine Güterabwägung zwischen dem Leben des Ungeborenen und der materiellen Notlage geben."
Jenen Gesetzen, die Abtreibung und Euthanasie zulassen und begünstigen, müsse man sich aus Gewissensgründen widersetzen, so der Bischof. Es bedürfe aber auch konkreter sozialer und staatlicher Hilfen, "damit das Recht, leben zu dürfen, kein Privileg der Kinder ist, die von ihren Eltern gewollt sind".
(red)