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- 19.03.10

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Maßnahmen der Kirche gegen Missbrauch heute wirksamer
© Stephanscom.atKardinal Christoph Schönborn äußerte in einem Interview die berechtigte Hoffnung, dass die neuen Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch in der Kirche wirksamer seien, als das, "was man vor Jahrzehnten leider versäumt habe".

Kardinal Christoph Schönborn ist zuversichtlich, dass die in den vergangenen Jahren von der Kirche beschlossenen Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch ihre Wirkung zeigen werden. "Wenn jetzt wie in Berlin Fälle bekannt werden, die vor 30 oder 40 Jahren geschehen sind, muss man ihnen natürlich nachgehen", sagte der Wiener Erzbischof in einem am Sonntag, 7. Februar 2010, ausgestrahlten TV-Interview für das ORF-Religionsmagazin "Orientierung". "Es besteht aber die berechtigte Hoffnung, dass jene Schutzmaßnahmen, die in den vergangenen Jahren in der Kirche und auch der Gesellschaft getroffen worden sind, wirksamer sind, als das, was man vor Jahrzehnten leider versäumt hat", so der Wiener Erzbischof.

Deutliche Maßnahmen

© kathbild.at/rupprecht
"Zuletzt sind sehr deutliche Maßnahmen gegen Missbrauch in der Kirche ergriffen worden", so Kardinal Schönborn.

"Zuletzt sind sehr deutliche Maßnahmen gegen Missbrauch in der Kirche ergriffen worden. Wir haben auch in der Erzdiözese Wien sehr strikte Regeln", verwies Kardinal Schönborn auf die 2006 in der Erzdiözese Wien in Kraft getretenen "Maßnahmen, Regelungen und Orientierungshilfen zur Verhinderung sexuellen Missbrauchs" in der Kirche.

In dem Interview, das der ORF mit dem Wiener Erzbischof während dessen USA-Reise in der vergangenen Woche führte, zeigte sich Kardinal Schönborn auch beeindruckt von der "Frische und Selbstverständlichkeit" mit der die US-Amerikaner zu ihrem eigenen Glauben stünden und ihn auch öffentlich lebten. "Jeder Getaufte vertritt hier öffentlich seinen Glauben - und notfalls verteidigt er ihn", sagte der Kardinal. Er vermisse in Europa, was in den Vereinigten Staaten selbstverständlich ist, nämlich "dass die Laien in der Öffentlichkeit für ihren Glauben einstehen und nicht warten, bis die Bischöfe reden".

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(red/KAP)

08.02.2010


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