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- 02.09.10

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Auf dem "Weg der Hoffnung"
© www.wayofhope.infoDer Initiator des "Way of Hope", Fery Berger, der Theologe Paul Zulehner und der lutherische Altbischof Herwig Sturm zogen eine erste Zwischenbilanz zum Projekt. Rund 300 Vordenker aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind seit Herbst gemeinsam unterwegs.

Unter der Marke "Weg der Hoffnung/Way Of Hope" sind seit vergangenen Oktober rund 300 Vordenker aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gemeinsam unterwegs, um in der Gesellschaft konkrete Veränderungen zu initiieren. Seit der Auftaktveranstaltung im Oktober in der oststeirischen Bezirksstadt Weiz seien bereits eine Reihe von neuen Initiativen im Laufen, berichtete der Theologen Fery Berger am Donnerstag, 4. Februar 2010, in Wien: Neben Gebetsgemeinschaften und interreligiösen Initiativen würden beispielsweise Unternehmer in der Steiermark an einer wirtschaftsethischen Plattform arbeiten.

22 "DialogAktionsforen"

© Stephansocm.at
"Es braucht Signale der Hoffnung und des Aufbruchs", so Zulehner.

Die 300 Persönlichkeiten engagieren sich in inzwischen 22 "DialogAktionsforen", deren inhaltliche Bandbreite von der "Klimaerwärmung" über "Kunst und Gesellschaft" bis zu "Naturwissenschaft und Spiritualität" und "Priesterlose Gemeinden" reicht. Das Projekt "Weg der Hoffnung" ist auf drei Jahre angelegt.

Mit unterwegs ist auch der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner, der auf die zentraler Bedeutung der Gottesfrage für jede spirituelle gesellschaftliche Erneuerung hinwies. Die Kirchen müssten einen Gott verkündigen, "dem an der Welt und den Menschen liegt". Es brauche Signale der Hoffnung und des Aufbruchs, so Zulehner. Die Gesellschaft befinde sich in einem tiefen Umbruch und das habe elementare Auswirkungen auch auf die Kirchen. Er orte gegenwärtig in der katholischen Kirche eher "die Verwaltung des Untergangs statt der Gestaltung eines Übergangs", formulierte der Theologe.

Dringlichkeit des Miteinanders

Der lutherische Altbischof und ehemalige Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Herwig Sturm, zeigte sich davon überzeugt, dass die Einsicht über die Dringlichkeit eines Miteinanders der Kirchen beständig zunehme, ebenso wie auch der Schmerz über die noch bestehende Trennung der Kirchen. Unter den Teilnehmern des "Wegs der Hoffnung" bestehe unter anderem darüber Übereinstimmung, dass die Kirchen der reformierten Tradition dem Evangelium gemäße Formen der Kirche seien, so Altbischof Sturm. Es sei schmerzlich, dass dies derzeit offiziell von der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche noch nicht so gesehen werde.

Das zweite große Treffen des "Wegs der Hoffnung" wird vom 15. bis 17. Oktober 2010 im Kunsthaus Weiz stattfinden.

Weitere Artikel:

Ein "Klangdom" in Weiz eröffnet "Weg der Hoffnung"

(red/KAP)

05.02.2010


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