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- 02.09.10

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Pfarren für eine "Mindestsicherung die zum Leben reicht!"
© CaritasMit mehr als 1.600 Unterschriften und einer Aktion vor dem Parlament forderten Pfarr-Caritas, Armutskonferenz und Pfarrangehörige Politiker des österreichischen Parlaments dazu auf, das Jahr 2010 "zum tatsächlichen Jahr der Armutsbekämpfung" zu machen.

2010 ist das "Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung". Die Armutskonferenz nutzt diese Gelegenheit, um an vielen Orten zur Auseinandersetzung mit Armutsfragen anzuregen. Am Dienstag, 29. Juni 2010, fanden sich um "5 Minuten vor 12.00 Uhr" vor dem Parlament in Wien etwa 20 Aktivisten ein. An der Rampe des Parlaments wurden Löffel mit der Aufschrift "Es reicht für Alle!" und Flyer verteilt. Das Wort ARMUT wurde mit Kreide auf den Asphalt gemalt und dann wurden alle Anwesenden gebeten, die Telefonnummern von Abgeordneten oder der Parlamentsclubs anzurufen und sie darauf aufmerksam zu machen, dass die Mindestsicherung, die gerade im Parlament beschlossen wird, nicht ausreicht, um das Überleben armutsgefährdeter Menschen in Österreich sicherzustellen.

1.606 Unterschriften für tatsächliche Armutsbekämpfung

© Caritas
Mit einer Aktion vor dem Parlament machten die Pfarr-Caritas und Pfarrangehörige auf die Armut in Österreich aufmerksam.

Mitglieder der Pfarr-Caritas der Erzdiözese Wien überreichten an Martin Schenk und Martina Kargl als Repräsentanten der Armutskonferenz 1.606 Unterschriften, die in den Pfarren der Erzdiözese im Mai gesammelt wurden. In dieser Unterschriftenaktion wird eine "Mindestsicherung, die zum Leben reicht!" gefordert und diese Forderung in einem offenen Brief an Kanzler und Vizekanzler formuliert: "Als Regierungschef und Finanzminister liegt es in Ihrer Verantwortung, politische Prioritäten zur Vermeidung und Bekämpfung von Armut zu setzen. Machen Sie das Jahr 2010 zu einem tatsächlichen Jahr der Armutsbekämpfung. Sie können viel tun. Es gibt genügend Instrumente und Möglichkeiten im Vollzug der Sozialhilfe, in der Schule, beim Wohnen und mit sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern. Armut ist kein Naturereignis, das es mit jeder neuen Statistik frisch zu bestaunen gilt", heißt es in dem Brief  an Bundeskanzler Werner Faymann und Finanzminister Josef Pröll.

(red)

29.06.2010


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