Zurück zur Startseite. Zurück zur Startseite. Zur Webseite von Radio Stephansdom.
- 02.09.10

 RSS, ATOM
 
Das Kreuz im Donaupark soll gerettet werden
© WikimediaGemeinsam mit dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl will Kardinal Christoph Schönborn das Kreuz im Donaupark, das an die Messe mit Papst Johannes Paul II. im Jahr 1983 erinnert, retten. Das schreibt der Kardinal im Gratismagazin "Heute" am 18. Juni 2010.

Die Diskussionen um die Erhaltung des Papstkreuzes im Donaupark - eine Renovierung kostet etwa 400.000 Euro - verstummen nicht. Kritik am Abriss und Kritik an der Erhaltung gibt es. Nun hat sich auch Kardinal Christoph Schönborn in der Gratiszeitung "Heute" in seiner Kolumne "Antworten" zu Wort gemeldet und bemüht sich um eine Erhaltung des Wahrzeichens.

Kardinal Schönborn in "Heute"

© Heute/Stephanscom.at
Kardinal Schönborn setzt sich für die Erhaltung des Papstkreuzes im Donaupark ein.

Soll es bleiben? Muss es weg? Das riesige Kreuz im Donaupark sorgt für Aufregung. Nahe beim Donauturm, in Sichtweite der großen Moschee, ist diese 56 Tonnen schwere und 40 Meter hohe Stahlskulptur zurzeit Gegenstand heftiger Debatten. Was ist das Problem?

Am 12. September 1983 nahmen mehr als 300.000 Menschen an dem wohl größten öffentlichen Gottesdienst der österreichischen Geschichte teil. Papst Johannes Paul II. besuchte zum ersten Mal unser Land. Seine Botschaft war prophetisch. Noch war Europa durch den „Eisernen Vorhang“ in zwei Blöcke gespalten. Doch der Papst aus Polen brachte die Trennwand zu Fall. Sechs Jahre später, 1989, war es soweit: der Kommunismus brach unblutig in sich zusammen.

Die Heilige Messe im Donaupark bleibt unvergessen. Auch wegen des gewaltigen Regens, der alle Teilnehmer als "wetterfeste Christen" auswies. Heute erinnert noch das große Kreuz an diesen historischen Moment. Tatsache ist, dass es nach 27 Jahren als baufällig eingestuft wird. Ist das Grund genug, ein so weithin sichtbares Glaubenszeichen zu entfernen? Nun, die Kosten der Sanierung der verrosteten und brüchigen Elemente werden auf 400.000 Euro geschätzt. Ist eine solche Summe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verantwortbar?

Anderseits: es wäre ein trauriges Signal, gerade jetzt ein Kreuz wie dieses zu entfernen. Es ist ja ein Zeichen der Hoffnung, des Sieges über Gewalt, Hass und Tod durch die Liebe Gottes. Was tun? Gestern haben Bürgermeister Häupl und ich uns darauf geeinigt, die Sanierungskosten nochmals genauer prüfen zu lassen. Vielleicht schaffen wir es, mit vereinten Kräften.

Weitere Artikel:

"Zeichen der Erinnerung" an den Papstbesuch 1983

(red)

18.06.2010


Druckansicht


Zurück

Schwerpunkte
Thema Missbrauch
Kultursommer
Sommergespräche
Neuerscheinungen
Aktuelle Tipps
Was, wann, wo?




Die Erzdiözese - Service - Glaube & Leben - Pfarren - Termine - Suche/Sitemap - Gottesdienstsuche

Katholische Kirche Wien - Erzdiözese Wien - Erzbistum Wien
Optimiert ab MS IE 5.X und NS 7.X mit 1024x768 Pixel