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- 30.07.10

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Hoffnungsschimmer mit Vorbehalten
© klima fair bessernNach dem Scheitern des Klimagipfel in Kopenhagen sieht die Initiative der katholischen Hilfswerke in Österreich 'Klima fair bessern' erste positive Anzeichen für eine neue Klimastrategie der Europäischen Union.

Die Initiative der katholischen Hilfswerke in Österreich 'Klima fair bessern' zeigt sich in einer Aussendung am Dienstag, 9. März 2010, über die erste Mitteilung der Europäischen Kommission nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen vorsichtig positiv gestimmt. Die EU-Linie gebe aber auch Anlass zur Sorge.

Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern

© Stephanscom.at
"Kopenhagen war eine große Enttäuschung für alle", so Molitor - Ruckenbauer.

Wie dem Papier der Europäischen Union zu entnehmen sei, bemühe sich die Union um neue Strategien für ein Voranbringen des Klimaprozesses. "Entscheidend ist vor allem, dass die Europäische Kommission ihren Fokus weiterhin auf den UN-Prozess legt. Dieser allein lässt eine Teilhabe aller Länder im Kampf gegen den weiteren Klimawandel zu. Wir unterstützen das Vorhaben der Kommission, in Zukunft stärker mit den Entwicklungsländern zusammenzuarbeiten. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis von den Bedürfnissen der Ärmsten auf dieser Erde. Dieses ist die Voraussetzung für einen breiten Konsens", erklärt Josefa Molitor-Ruckenbauer, Koordinatorin von 'Klima fair bessern'.

Verantwortung der EU

Dennoch fänden wesentliche Punkte kaum Beachtung: "Die Kommission verabsäumt es, Druck auf ihre Mitgliedsstaaten in den für die Entwicklungsländer wesentlichen Fragen auszuüben", so Molitor-Ruckenbauer. Diese würden neben der Festlegung ambitionierter Reduktionsziele, die der Verantwortung und Fähigkeiten der EU entsprechen, auch die klare Unterstützung für die Weiterführung des Kyoto-Protokolls sowie eine Verpflichtung, neue Gelder für Klimafinanzierung bereitzustellen, die nicht auf Kosten der öffentlichen Entwicklungshilfe gehen dürfen, betreffen.

Große Enttäuschung

"Kopenhagen war eine große Enttäuschung für alle, die größte allerdings für jene, die schon jetzt am stärksten unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden, Menschen in Entwicklungsländern. Nach dem Scheitern des Klimagipfels sind rasche Fortschritte umso dringlicher und dafür muss die Europäische Union ihre Führungsrolle endlich wahrnehmen", so Molitor-Ruckenbauer.

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(ks)

10.03.2010


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