Zurück zur Startseite. Zurück zur Startseite. Zur Webseite von Radio Stephansdom.
- 30.07.10

 RSS, ATOM
 
Erdbebenopfer in Chile brauchen Zelte
© Caritas20 Caritas-LKWs bringen derzeit Lebensmittel ins Erdbebengebiet in Chile. Seit Donnerstag ist der österreichische Caritasmitarbeiter Andreas Lexer in Chile im Einsatz. Er berichtet, dass das Land den Wintereinbruch erwarte und deshalb winterfeste Zelt gebraucht werden.

Ein Beben der Stärke 8,8 auf der Richterskala hat am Samstag 27. März 2010, an der chilenischen Küste eine Flutwelle ausgelöst, die Hunderte Kilometer Küstenregion zerstört hat. "Das Erdbeben war zehn Mal so stark wie das in Haiti", erklärt Andreas Lexer von der Caritas Österreich: "Die Todesfälle sind gering, sie erreichen kaum die Tausend, kein Vergleich mit den 300.000 Toten von Haiti." Es sei eine andere Zahl, die höher liege als in Haiti: 500.000 Häuser, fast alle in traditioneller Adobe-Bauweise errichtet, seien dem Erdboden gleichgemacht worden. "Anderthalb Millionen Menschen sind ohne Obdach. In Haiti sind es 1,2 Millionen", so Andreas Lexer.

Zelte dringend gebraucht

© Caritas
Lebensmittelpakete mit Reis, Zucker, Öl und Tee werden in die Erdbebengebiete gebracht.

Derzeit werden vor allem Zelte dringend gebraucht, berichtet Andreas Lexer. Und der Katastrophenkoordinator der Caritas Chile, Juan Cristobal Precht ergänzt: "Allerdings haben diese Zelte mit jenen, die gerade in Haiti in Massen aufgestellt werden, nur den Namen gemein. In Haiti regnet es bei plus 27 Grad. Hier in Chile regnet es bei minus vier Grad."

Telefon hat nicht funktioniert

Seit vier Tagen ist die Caritas Chile ohne Unterbrechung damit beschäftigt, jenen zu helfen, die beim Erdbeben alles verloren haben. Es habe länger gedauert als geplant, so der Mitarbeiter der Caritas Österreich, Andreas Lexer. Der Grund dafür war die mangelnde Kommunikation: Telefon und Internet hätten lange nicht funktioniert, erst am Dienstag konnte das Caritas Büro in Santiago das erste Mal mit ihren Leuten in Concepcion sprechen. Das dortige Caritas-Haus stehe nicht mehr. "Trotzdem sind wir schnell gewesen", sagt der Generalsekretär der Caritas Chile, Lorenzo Figueroa. "Sogar schneller als die Regierung. Menschen, die noch genug Lebensmittel hatten, haben sie den Caritas-Mitarbeitern gespendet, damit diese sie an jene verteilen, die es nötiger haben."

20 LKWs unterwegs

© Caritas
Zwanzig LKWs der Caritas fahren nach Concepcion und die umliegenden Gemeinden in Süd-Chile.

Die ersten Lastwagen mit Nahrungsmittelpaketen bestehend aus Reis, Zucker, Öl, Tee seien am Donnerstag nach Süden aufgebrochen, nach Concepcion und die umliegenden Gemeinden, so Caritasmitarbeiter Lexer: "Insgesamt 20 Lkws machen sich auf den Weg, sie bringen 35.000 Schachteln voll Lebensmittel, die in Santiago von Freiwilligen verpackt werden. Aus dem Norden Chiles hat man Schiffe nach Süden entsandt, vollbepackt mit Trinkwasser." Noch sei die Gefahr nicht vorbei. Erst Donnerstagabend habe erneut ein starkes Beben den Norden der chilenische Küste erschüttert. "Es scheint, als würde das ganze Land bald im Meer versinken, erzählen sich die Menschen mittlerweile auf der Straße", berichtet Andreas Lexner.

Die Caritas bittet um Spenden für die Erdbebenopfer in Chile. Spendenkonto PSK 7.700.004, BLZ 60.000, Kennwort Erdbeben Chile.

(sj)

05.03.2010


Druckansicht


Zurück

Schwerpunkte
Thema Missbrauch
Kultursommer
Sommergespräche
Neuerscheinungen
Aktuelle Tipps
tipp_gebetsmeinung.jpg




Die Erzdiözese - Service - Glaube & Leben - Pfarren - Termine - Suche/Sitemap - Gottesdienstsuche

Katholische Kirche Wien - Erzdiözese Wien - Erzbistum Wien
Optimiert ab MS IE 5.X und NS 7.X mit 1024x768 Pixel