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- 11.03.10

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Glaubensverfolgung ist vor allem Christenverfolgung
© http://www.polak.at/"80 Prozent aller wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen sind Christen", so der Generalsekretär von "Christian Solidarity International", Werner Frühwirth. Insgesamt würden zwischen 200 und 250 Millionen Christen weltweit in etwa 50 Ländern verfolgt.

80 Prozent aller wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen sind Christen. Das hat der Generalsekretär von "Christian Solidarity International" in Österreich, Werner Frühwirth, am Mittwoch 18. November 2009, bei einer Diskussionsveranstaltung der Politischen Akademie der ÖVP in Wien betont. Zwischen 200 und 250 Millionen Christen würden weltweit in etwa 50 Ländern verfolgt, allein 2008 wurde 175.000 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet, so Frühwirth. Die Zahlen belegten, so Frühwirth, "dass Glaubensverfolgung vor allem Christenverfolgung ist".

Irak, Iran, Saudiarabien

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Im Zentrum der Diskussion stand die Situation der Kirchen im Vorderen Orient.

Im Zentrum der Diskussion stand die Situation der Kirchen im Vorderen Orient. Herbert Rechberger vom Hilfswerk "Kirche in Not" wies auf die dramatische Situation der christlichen Minderheiten im Irak, Iran und Saudi Arabien hin. Im Irak kämen die Kirchen im Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten unter die Räder, aber auch im Iran würden die Christen ghettoisiert. Zwar sei die Abhaltung von Gottesdiensten erlaubt, jede missionarische Aktivität aber streng verboten.

Noch schlimmer stehe es um die Religionsfreiheit in Saudi Arabien. Rund 800.000 Christen würden im Land leben, meist Gastarbeiter aus Indien, den Philippinen oder dem Libanon. Zwar erlaube der saudische König inzwischen private Gebetsversammlungen, jede öffentliche nichtmuslimische Religionsausübung sei aber strengstens verboten und werde von der Religionspolizei brutal verfolgt.

Verfolgung der Kopten

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"Liberal denkende Muslime werden an den Rand gedrängt", kritisiert Schirrmacher.

Der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos in Österreich, Emanuel Aydin, wies auf die Unterdrückung der Christen im Tur Abdin im Südosten der Türkei hin. Von einst rund 100.000 Christen seien nur mehr 2.000 übrig. Besser als in der Türkei sei die Lage der Christen in Syrien, wo Religions- und syrischer Sprachunterricht in Sonntagsschulen möglich sei.

Mit dem Begriff eines "kulturellen Genozids" beschrieb Pater Athanasios Henein die Situation der Kopten in Ägypten. Die Zerstörung von Kirchen, die Beschlagnahme von christlichem Vermögen oder die Entführung christlicher Frauen, die dann zum Übertritt zum Islam gezwungen werden, stünden auf der Tagesordnung. Henein ortete in der Verfolgung und Diskriminierung der Kopten die äußeren Anzeichen der inneren Zerstörung der ägyptischen Nation.

Religionsfreiheit achten

Scharf ging die Leiterin des Instituts für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz, Christine Schirrmacher, mit dem politischen Islam ins Gericht. Sie forderte den klaren Einsatz für Religionsfreiheit und Menschenrechte und Wachsamkeit gegenüber Tendenzen, wo muslimische Gruppierungen unter Ausnutzung demokratischer Freiheiten in Europa Sonderrechte für Muslime einfordern und sich zum Sprecher auch unpolitischer und freiheitsliebender Muslime machen würden. Es gebe auch solche liberal denkende Muslime, die die Religionsfreiheit für alle achten würden, sie würden aber derzeit in der muslimischen Welt an den Rang gedrängt.

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(red/KAP)

20.11.2009


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