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- 02.09.10

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3.000. Hochamt seit 1945 in der Wiener Augustinerkirche
© AugustinerAm Sonntag wird in der Wiener Augustinerkirche das 3.000 Hochamt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gefeiert. Zelebrant ist der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen.

Zu Zeiten der Monarchie war die Wiener Augustinerkirche - als k. k. Hofkirche - Schauplatz von Taufen, Trauungen und Requien des kaiserlichen Hofes und schon immer ein Zentrum für eine besonders feierliche Liturgie. Die Tradition der Sakralmusik ist in St. Augustin bis heute erhalten geblieben. Am Christkönigs-Sonntag, 22. November 2009, auf den in diesem Jahr zugleich der Gedenktag der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, fällt, feiern die Augustiner um 11.00 Uhr ein besonderes Hochamt, nämlich das 3.000. Hochamt nach dem Zweiten Weltkrieg. Zelebrant des Pontifikalamtes ist der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen.

Kirchenmusik in St. Augustin

© Augustiner
Die Tradition der Sakralmusik ist in St. Augustin bis heute erhalten.

Gestaltet wird das Jubiläumshochamt vom Chor, den Solisten und dem Orchester von St. Augustin unter der Leitung von Kapellmeister Robert Rieder mit der "Großen Messe As-Dur" von Franz Schubert und mit Teilen aus dem "Lobgesang" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Als ein religiöses und kulturelles Zentrum in Wien blickt die Augustinerkirche auf eine weit über 600-jährige kirchenmusikalische Tradition zurück. Einige der weltberühmten Sakralkompositionen sind hinsichtlich der Entstehung beziehungsweise ihrer Uraufführung mit der Augustinerkirche eng verbunden. So wurde Anton Bruckners Messe in f-Moll in der Kirche uraufgeführt, Franz Schubert dirigierte seine eben entstandene Messe in F-Dur.

Der Chor von St. Augustin

© Augustiner
Am 1. Adventsonntag wird die CD "Weihnachten in St. Augustin" präsentiert.

Das sonntägliche Hochamt wird in der Augustinerkirche immer musikalisch gestaltet. Ab dem 17. Jahrhundert ist ein eigener Chor belegt, der seit dem 19. Jahrhundert den Titel "Chor von St. Augustin" trägt. Der Erfolg des Chors hält bis heute an. Alleine im letzten Jahr konnten zehn neue CDs eingespielt werden. Neben Mozarts "Krönungsmesse" und Requiem d-Moll, wurden anlässlich des Haydn-Jahres Haydns "Paukenmesse", "Theresienmesse", "Nelsonmesse" und "Jugendmesse" aufgenommen.

Aber der Chor von St. Augustin hat auch andere kirchenmusikalische Schätze auf CD eingespielt, wie Gounods "Cäcilienmesse", die gleich nach Erscheinung auf Radio Stephansdom "CD des Tages" war, und Puccinis "Messa di Gloria". Zu Ostern erschien die CD "Exsultate jubilate - Ostern in St. Augustin" und am kommenden 1. Adventsonntag werden die Augustiner die neue CD "Et incarnatus est - Weihnachten in St. Augustin" präsentieren.

Patenschaft St. Augustin

Zu Pfingsten 2008 wurde die "Patenschaft St. Augustin" zur Erhaltung und Förderung der Kirchenmusik in der Augustinerkirche gegründet, deren Schirmherrschaft der Dirigent und Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst, übernommen hat. Die Kosten für das 3.000. Hochamt übernimmt der Freundeskreis der Augustinerkirche, der diese Patenschaft dem Apostolischen Nuntius in Österreich widmet.

Weitere Artikel:

Abschluss des "Joseph-Haydn-Festivals" in St. Augustin

"Kirchenmusik wieder zur Blüte bringen"

(ks)

18.11.2009


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