Der diesjährige "Referenten/innen-Tag der Ehevorbereitung" fand am 15. November 2009 statt. Die Kooperationsveranstaltung des Fachbereichs Ehevorbereitung der Erzdiözese Wien mit dem Wiener Kardinal König Haus stand unter dem Titel: "Von Liebe, Lust und Leid... und dem Kreuz mit dem Sex in der Kirche. Auf der Suche nach einem glaubwürdigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Themenbereich Sexualität". Sechzig Referentinnen und Referenten aus dem Bereich der diözesanen sowie pfarrlichen Eheseminare folgten der Einladung zu dem Weiterbildungsangebot.
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Als Gastvortragender war Johannes Ulz, der Referent für Ehe- und
Geschiedenenpastoral der Diözese Graz-Seckau eingeladen. Johannes Ulz war in
die im Herbst 2007 von der Österreichischen
Bischofskonferenz verabschiedeten "
Standards der Eheseminare für Brautpaare" eingebunden.
Dem Themenbereich Sexualität werde in den "Standards" der Bischofskonferenz
sehr viel Raum gegeben, weiß Johannes Ulz. Er betonte, dass der "sehr lange
Entstehungsprozess stellenweise schwierig" und "von einem Ringen um Aussagen
und Begriffe begleitet" war, besonders im Bezug auf den Bereich Sexualität.
"Die Diskussionen sind bis jetzt nicht beendet. Die mühsame Entstehung des
Textes ist ein Zeichen dafür, dass Aussagen und Positionen zu diesem
Themenbereich meist sehr komplex sind", so Ulz.
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Ulz wies darauf hin, man müsse in den Eheseminaren behutsam und respektvoll auf die Brautpaare eingehen und vorschnelle Antworten auf die Fragen der Menschen vermeiden. Gerade wenn es um Aussagen zur Sexualität geht, habe die Kirche enorme Konkurrenz, gerade hier sei ihre Glaubwürdigkeit gefragt. Diese Glaubwürdigkeit habe ihre Basis dort, wo die Referenten und Referentinnen der Eheseminar authentisch von sich selbst Zeugnis geben. Das war auch der Grundtenor bei den Diskussionen und Gruppengesprächen am Referententag.
Der Fachbereichsleiter für Ehevorbereitung der Erzdiözese
Wien, Johannes Ojak, wies darauf hin, dass die Auseinandersetzungen mit dem
Thema Sexualität in der Kirche - aber auch außerhalb der Kirche - oft zu
"Grabenkämpfen" werden. Positionen würden sich verfestigen und die konkreten
Personen "in ideologischen Schubladen verschwinden". Ojak lud die Referenten
daher ein, "dem Thema unvoreingenommen zu begegnen": "Mein Anliegen ist es,
die Diskussionen nicht schön zu reden, sondern auf der Grundlage des
persönlichen, authentischen Zeugnisses und im gegenseitigen Respekt
'ideologische Gräben' zu überwinden", sagte Ojak.
Fachbereichsleiter
Ojak zieht eine positive Bilanz der Veranstaltung: "Die rege Teilnahme am
'Referenten/innen-Tag' zeigte auch heuer wieder, dass viele engagierte Paare
aus Überzeugung dazu bereit sind, ihre Zeit und ihre Energie in die
Eheseminare zu investieren."
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(red)