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- 18.03.10

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Glaubwürdigkeit bei Ehevorbereitungsseminaren
© OjakGlaubwürdig, verantwortungsvoll und authentisch müssen die Referenten der kirchlichen Ehevorbereitungsseminare sein. Auf einem Fachtag befassten sie sich auch mit dem Themenbereich Sexualität. Dabei sind vorschnelle Antworten auf die Fragen der angehenden Ehepaare zu vermeiden, so Gastreferent Johannes Ulz.

Der diesjährige "Referenten/innen-Tag der Ehevorbereitung" fand am 15. November 2009 statt. Die Kooperationsveranstaltung des Fachbereichs Ehevorbereitung der Erzdiözese Wien mit dem  Wiener Kardinal König Haus stand unter dem Titel: "Von Liebe, Lust und Leid... und dem Kreuz mit dem Sex in der Kirche. Auf der Suche nach einem glaubwürdigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Themenbereich Sexualität". Sechzig Referentinnen und Referenten aus dem Bereich der diözesanen sowie pfarrlichen Eheseminare folgten der Einladung zu dem Weiterbildungsangebot.

Sexualität ein komplexes Thema

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Sechzig Referentinnen und Referenten der kirchlichen Eheseminare trafen sich zur Weiterbildung.

Als Gastvortragender war Johannes Ulz, der Referent für Ehe- und Geschiedenenpastoral der Diözese Graz-Seckau eingeladen. Johannes Ulz war in die im Herbst 2007 von der Österreichischen Bischofskonferenz verabschiedeten " Standards der Eheseminare für Brautpaare" eingebunden.

Dem Themenbereich Sexualität werde in den "Standards" der Bischofskonferenz sehr viel Raum gegeben, weiß Johannes Ulz. Er betonte, dass der "sehr lange Entstehungsprozess stellenweise schwierig" und "von einem Ringen um Aussagen und Begriffe begleitet" war, besonders im Bezug auf den Bereich Sexualität. "Die Diskussionen sind bis jetzt nicht beendet. Die mühsame Entstehung des Textes ist ein Zeichen dafür, dass Aussagen und Positionen zu diesem Themenbereich meist sehr komplex sind", so Ulz.

"Glaubwürdigkeit gefragt"

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Referenten müssen "authentisch Zeugnis geben", so Johannes Ulz.

Ulz wies darauf hin, man müsse in den Eheseminaren behutsam und respektvoll auf die Brautpaare eingehen und vorschnelle Antworten auf die Fragen der Menschen vermeiden. Gerade wenn es um Aussagen zur Sexualität geht, habe die Kirche enorme Konkurrenz, gerade hier sei ihre Glaubwürdigkeit gefragt. Diese Glaubwürdigkeit habe ihre Basis dort, wo die Referenten und Referentinnen der Eheseminar authentisch von sich selbst Zeugnis geben. Das war auch der Grundtenor bei den Diskussionen und Gruppengesprächen am Referententag.

"Nichts schönreden"

Der Fachbereichsleiter für Ehevorbereitung der Erzdiözese Wien, Johannes Ojak, wies darauf hin, dass die Auseinandersetzungen mit dem Thema Sexualität in der Kirche - aber auch außerhalb der Kirche - oft zu "Grabenkämpfen" werden. Positionen würden sich verfestigen und die konkreten Personen "in ideologischen Schubladen verschwinden". Ojak lud die Referenten daher ein, "dem Thema unvoreingenommen zu begegnen": "Mein Anliegen ist es, die Diskussionen nicht schön zu reden, sondern auf der Grundlage des persönlichen, authentischen Zeugnisses und im gegenseitigen Respekt 'ideologische Gräben' zu überwinden", sagte Ojak.

Fachbereichsleiter Ojak zieht eine positive Bilanz der Veranstaltung: "Die rege Teilnahme am 'Referenten/innen-Tag' zeigte auch heuer wieder, dass viele engagierte Paare aus Überzeugung dazu bereit sind, ihre Zeit und ihre Energie in die Eheseminare zu investieren."

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