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- 21.03.10

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Neuer Folder "Schwanger" präsentiert
© Bilderbox.comFamilienstaatssekretärin Christine Marek hat den zusammen mit der "Aktion Leben" erstellten neuen Folder "Schwanger" präsentiert. Dieser wird in den Apotheken beim Kauf eines Schwangerschaftstests ausgegeben und auch in der Drogeriemarktkette "dm" aufliegen.

Mit dem neuen Informationsfolder "Schwanger" will Familienstaatssekretärin Christine Marek auf das vielfältige Beratungsangebot für Schwangere in Österreich hinweisen. Der Folder beinhaltet einen kompakten Überblick über Angebote, die Frauen - aber auch Paare - kostenlos und anonym in Anspruch nehmen können. Aus dem kirchlichen und kirchennahen Bereich sind etwa die Caritas-Stellen, "Aktion Leben" sowie "Rat und Hilfe" der Diözese St. Pölten vertreten. Bei der Präsentation des Folders am Montag, 9. November 2009, in Wien machte Marek auch einen Vorstoß zu einer bundesweiten Abtreibungsstudie.

Automatische Ausgabe

© kathbild.at/Rupprecht
"Wir erwarten uns mehr Beratungen", so Kronthaler.

Der Folder wird in allen Apotheken automatisch mit jedem Schwangerschaftstest ausgegeben. Ebenso liegt er bei Ärzten auf. Auch in allen 354 Filialen der "dm"-Drogeriekette ist er zu finden. Wie Marek unterstrich, stehe für sie die gesetzlich festgeschriebene Fristenregelung außer Streit. "Flankierende Maßnahmen" seien aber dringend erforderlich. "Frauen, die nach einem positiven Schwangerschaftstest überrascht, voller Angst oder verzweifelt sind, wollen und dürfen wir nicht alleine lassen", so die Staatssekretärin. Wichtig sei von Anfang an Unterstützung und Hilfestellung in Form von Beratung und Information sowie das Wissen darüber, wo Frauen diese erhalten. Erstellt wurde der Folder vom Familienministerium gemeinsam mit der Österreichischen Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer sowie der "Aktion Leben".

"Wichtiger, notwendiger Schritt"

© Diözese St. Pölten
"Wir wollen wirksam Mut zum Leben machen", so Bischof Küng.

Gemeinsam mit dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner, und der Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Christiane Körner, sprach sich Marek für die statistische Erfassung der Abtreibungen und der Motive, die dazu führen, aus. Nur so könne die Politik wirksamere Hilfestellungen für Schwangere anbieten, sagte die Staatssekretärin. Schätzungen würden in Österreich von 30.000 bis 40.000 Schwangerschaftsabbrüchen pro Jahr (bei 78.000 Geburten) ausgehen, so Marek.

Der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Familienfragen zuständige Bischof Klaus Küng hat in einer ersten Stellungnahme Mareks Forderung nach einer bundesweiten Studie begrüßt. Erst wenn Motivationen und Zahlen zur Schwangerschaft erfasst werden, könne eine Beratung auf die wahren Bedürfnisse der Schwangeren in Not eingehen und ihnen wirksam Mut zum Leben machen.

Mehr Beratungen erhofft

"Aktion Leben"-Generalsekretärin Martina Kronthaler sagte, dass sich die "Aktion Leben" vom Folder durchaus erwarte, dass nun mehr schwangere Frauen und Paare den Weg in die Beratungsstellen finden. Der Folder solle dazu beitragen, einen Schwangerschaftsabbruch nicht als einzig möglichen Weg in einer schwierigen Situation zu sehen. Eine psychosoziale Beratung aufzusuchen, lohne sich für werdende Eltern in jedem Fall, so Kronthaler weiter: "Wenn eine Schwangerschaft eine Krise auslöst, zeigt eine Beratung Perspektiven auf. Zudem wird es immer wichtiger, Beratung rund um Pränataldiagnostik anzubieten, damit Entscheidungen auf Basis umfassender Information getroffen werden können. Und im Notfall bieten wir finanzielle Hilfe an."

Familienverband begrüßt Folder

"Frauen, die unerwartet schwanger werden und voller Zweifel sind, ob sie sich ein Kind auch zutrauen, haben ein Anrecht auf eine besondere Hilfe und müssen stärker unterstützt werden", zeigte sich auch Clemens Steindl, Präsident des Katholischen Familienverbandes über die neue Broschüre erfreut. "Viele Schwangerschaftsabbrüche erfolgen aus Beziehungskrisen, aus der Unfähigkeit und dem Unwillen der Männer, Verantwortung zu übernehmen, und aus materiellen Notsituationen heraus. Um hier wirkungsvoll gegensteuern zu können, müsste man zuerst eine Statistik über die Zahl der Abtreibungen anlegen und damit verbunden eine Erhebung der Motive", so Steindl.

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(red/KAP)

09.11.2009


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