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- 30.07.10

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Patriarch Daniel I. weihte die rumänisch-orthodoxe Kirche
© Stephanscom.atAm Sonntag wurde in einem festlichen Gottesdienst die neue rumänisch-orthodoxe Kirche in Simmering geweiht. "Es entseht somit ein Zentrum der Spiritualität, von dem wir hoffen, dass es einem besseren Zusammenleben in Simmering dient", so Weihbischof Helmut Krätzl.

"Mit Gottes Hilfe ist die Weihe der neuen Kirche, die dem heiligen Andreas geweiht ist, zu Ende gegangen. Und wie es Brauch in der orthodoxen Kirche ist, dürfen heute alle Gläubigen den Altarraum betreten, das Evangeliar und den Altar küssen", sagte Patriarch Daniel I. am Ende der Weihehandlung. In einem vierstündigen Gottesdienst weihte der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel I. (Ciobotea) am Sonntag, 14. Juni 2009, bei strahlendem Wetter die neue Kirche der rumänisch-orthodoxen Kirche in Simmering. 

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Patriarch Daniel I. weihte die neue Andreaskirche in Simmering.

Nach 100 Jahren sei es gelungen in Wien eine rumänisch-orthodoxe Kirche zu bauen, betonte der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura. Vor sechs Jahren war das Projekt in der Simmeringer Hauptstraße 161 in Angriff genommen und jetzt mit Hilfe der großen Unterstützung aus der Gemeinde selbst, aber auch mit Subventionen des Staates Rumänien, der Stadt Wien und auch der Erzdiözese Wien realisiert worden.
Nach der Weihe schloss sich ein rumänisch-orthodoxer Gottesdienst vor der Kirche an, an dem etwa 1.000 Menschen teilnahmen.

Zentrum der Spiritualität

© Kathbild.at/Rupprecht
Die Nähe von katholischer und rumänischer Kirche soll fruchtbar sein, wünscht Bischof Krätzl.

In unmittelbarer Nachbarschaft visitierte der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl die katholische Pfarre Altsimmering-St. Laurenz. Es sei im besten Sinn des Wortes eine räumliche und geistliche Nachbarschaft sichtbar, die hier gelebt werde, da die Kirchen direkt nebeneinander liegen, so Weihbischof Krätzl nach dem Festgottesdienst in St. Laurenz. 

Die Begegnung der Christen untereinander könne sehr fruchtbar sein, denn "wir können vieles voneinander lernen. Gerade von den orthodoxen Christen können wir viel an Ehrfurcht lernen, die dem Heiligen entgegengebracht wird", betonte der Weihbischof, der viele Jahre lang in der österreichischen Bischofskonferenz für die Ökumene verantwortlich war.

Kirchweihe ist öffentlich

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Die rumänisch-orthodoxe Andreaskirche in Wien-Simmering wurde vom rumänischen Künstler Vasile Lefter ausgemalt.

Ganz positiv und wichtig merkte Bischof Krätzl an, dass so viele Vertreter der christlichen Kirchen zur Kirchweihe in Simmering gekommen waren: "Alles was in der Kirche geschieht, soll in die Öffentlichkeit wirken. Auch die Umgebung soll Anteil nehmen. Sicher ist es eine  Herausforderung der jeweiligen Kirche. Aber durch die Teilnahme vieler wird deutlich, dass eine Kirchweihe nicht innerkirchlich, sondern öffentlich ist", so der Bischof.

Für das neue Nebeneinander von rümänisch-orthodoxer und römisch-katholischer Kirche wünschte sich der Wiener Weihbischof, dass es in Simmering ein Zentrum der Spiritualität werde, "von dem wir hoffen, dass es einem besseren Zusammenleben dient."

Ökumenische Verbundenheit

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Kardinal Schönborn erhielt von Patriarch Daniel ein Bischofsbrustkreuz als Dank für die Hilfe.

Die ökumenische Verbundenheit mit der katholischen Kirche drückt sich auch in der prachtvollen Ausgestaltung der neuen Andreaskirche durch den rumänischen Künstler Vasile Lefter aus: Die auf der stadteinwärts - Richtung Stephansdom - gelegenen Seite der Ikonostase dargestellte Gestalt ist der heilige Stephanus, die andere der heilige Laurentius, der Schutzpatron der benachbarten katholischen Pfarrkirche Altsimmering.

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Patriarch Daniel I. bei Kardinal Christoph Schönborn für alle Hilfe, die er der Errichtung der Kirche zukommen ließ. Der Wiener Erzbischof erhielt als Zeichen der Ehrerbietung ein orthodoxes Bischofskreuz, eine Ikone des heiligen Andreas in Mosaikform, die von einem 24-jährigen rumänischen Künstler gefertigt wurde, und drei Gedenkmünzen.

Auch Bischofsvikar Nicolae Dura wurde vom Patriarchen mit einem Brustkreuz geehrt.

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Patriarch Daniel I. überreichte an Kardinal Christoph Schönborn eine Andreasikone im Mosaikstil als Geschenk "für die Diözese" überreicht.

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Patriarch Daniel übergab eine Andreasikone für die neue Kirche an Bischofsvikar Dura.

Neben Kardinal Christoph Schönborn nahmen an der Kirchweihe in Wien-Simmering der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos, der emeritierte lutherische Bischof Herwig Sturm und die evangelische Oberkirchenrätin Hannelore Rainer an der Feier teil.

(red)

15.06.2009


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