Zurück zur Startseite. Zurück zur Startseite. Zur Webseite von Radio Stephansdom.
- 09.02.10

 RSS, ATOM
 
Restituta-Skulptur von Hrdlicka für den Stephansdom
© Kathbild.at/RupprechtEine Skulptur der seligen Ordensfrau und Märtyrerin Restituta Kafka, geschaffen vom Wiener Bildhauer Alfred Hrdlicka, wird in der Barbarakapelle des Stephansdoms aufgestellt: "Eine Riesenchance für den Dialog zwischen der Kirche und der Gegenwartskunst", sagt Dompfarrer Faber.

Der Festakt mit der Enthüllung und Segnung der Restituta-Skulptur von Alfred Hrdlicka wird am Mittwoch, 27. Mai 2009, in Anwesenheit des Künstlers stattfinden, kündigte Dompfarrer Toni Faber an.

Mahnmal gegen den NS-Terror

© Kathbild.at/Rupprecht
Die Restituta-Skulptur von Alfred Hrdlicka ist ab 27. Mai in der Barbarakapelle im Stephansdom zu sehen.

Die Barbarakapelle, in der das Kunstwerk seinen Platz findet, liegt an der Nordseite des Stephansdoms und dient als Meditationsraum. Im Kreuzschaft des spätgotischen Kruzifixes der Barbarakapelle wird Asche aus dem Konzentrationslager Auschwitz und Erde aus dem Konzentrationslager Mauthausen aufbewahrt. Mit der neuen Skulptur der 1943 von den Nationalsozialisten wegen "Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" hingerichteten Hartmannschwester Restituta wird laut Dompfarrer Faber jetzt ein weiteres "starkes Mahnmal gegen den NS-Terror" gesetzt.

Alfred Hrdlickas größere Botschaft

© Kathbild.at/Rupprecht
Dompfarrer Faber spricht von einer "Riesenchance", das "oft abgerissene Gespräch" mit der zeitgenössischen Kunst wieder zu beleben.

Hrdlicka thematisiere mit der Skulptur der 1998 beim dritten Österreich-Besuch Johannes Pauls II. selig gesprochenen Schwester Restituta einmal mehr den geschundenen, unterdrückten, leidenden Menschen und verweise wie fast immer in seinem beeindruckenden Oeuvre auf eine größere Botschaft, erklärte Toni Faber im Gespräch mit "Kathpress". Das gelte auch für das Beispiel der Ordensfrau, die gemeinsam mit "kommunistischen Straßenbahnern" hingerichtet worden sei. Ihr Martyrium stehe als Zeugnis gegen die Verrohung und Unmenschlichkeit, von der das 20. Jahrhundert geprägt war, sagte Faber.

Der Dompfarrer sieht Alfred Hrdlicka, der sich selbst immer wieder als Stalinisten und Atheisten bezeichnet, dennoch als anonymen Christen, der offen sei für die metaphysische Dimension des Menschen. Er erinnerte daran, dass der Bildhauer selbst anlässlich der Sonderausstellung "Religion, Fleisch und Macht" vor rund einem Jahr im Wiener Dommuseum die christliche Kunst als größten Impuls für sein eigenes Schaffen bezeichnet habe. Faber bezeichnet Hrdlicka wegen dessen tiefem Interesse an der Bibel und seiner Bereitschaft, sich den Brüchen und Fragen des Lebens zu stellen, "in diesem Sinne auch fromm", wenn auch "nicht bigott".

Chance für den Dialog von Kirche und Kunst

In seinem Bemühen um den Dialog der Kirche mit der zeitgenössischen Kunst sieht Faber in dem neuen Kunstwerk Hrdlickas eine "Riesenchance", dieses "so oft abgerissene Gespräch" zu beleben. Auch große und arrivierte Künstler seien zu diesem Gespräch bereit, "wenn wir als Kirche angstfrei auf sie zugehen".

Weitere Artikel:

Pflegeheim "Schwester Maria Restituta" eröffnet

(red/KAP)

13.05.2009


Druckansicht


Zurück

Schwerpunkte
Jahr des Priesters
Katechesen 2009/10
APG 2010
Neuerscheinungen
Aktuelle Tipps
Schöpfung und Evolution




Die Erzdiözese - Service - Glaube & Leben - Pfarren - Termine - Suche/Sitemap - Gottesdienstsuche

Katholische Kirche Wien - Erzdiözese Wien - Erzbistum Wien
Optimiert ab MS IE 5.X und NS 7.X mit 1024x768 Pixel