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- 30.07.10

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Klösterreich stellt Bibliotheken und Gärten in den Mittelpunkt
© KlösterreichMit zahlreichen Veranstaltungen in Österreichs Klöstern und Stiften will der Verein Klösterreich die Bibliotheken und Gärten als zentrale Schätze klösterlicher Kultur mehr ins Zentrum rücken. "Klöster sind Fundgrube für die Geschichte und die Werte Europas", so Abt Haidinger.

Mit den Klosterbibliotheken und den Klostergärten rücken die österreichischen Stifte heuer zwei zentrale Schätze ihrer jahrhundertealten Tradition ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 22. April 2009, in Wien präsentierte der Verein Klösterreich - eine Vereinigung von 20 Klöstern und Stiften in Österreich, Ungarn und Tschechien - die Höhepunkte der diesjährigen Jahresschwerpunkte: "Klösterreich liest. Offene Klosterbibliotheken" und "Natur im Klostergarten".

"Fundgrube von unschätzbarem Wert"

© Klösterreich
In den 20 Klösterreich-Klöstern lagern alleine 1,8 Millionen Bücher, ein riesen Wissensschatz.

Ein erster Höhepunkt ist am 24. April die Wiedereröffnung der barocken Stiftsbibliothek im niederösterreichischen Stift Zwettl nach deren Adaptierung. Nach der Neukatalogisierung wird am 9. Mai schließlich auch die Klosterbibliothek des Stiftes Herzogenburg mit einem Konzert wiedereröffnet.

Wie der Vorsitzende von Klösterreich, Abt Christian Haidinger vom Stift Altenburg, beim Pressegespräch betonte, stellten Bibliotheken und Bücher trotz Internet und zahlreicher neuer Medienangebote immer noch einen Anziehungspunkt auch für junge Menschen dar. Die rund 1,8 Millionen Bücher, die allein in den Bibliotheken der 20 Klösterreich-Mitgliedsstifte lagern, stellen darüber hinaus eine "Fundgrube für die Geschichte und die Werte Europas von unschätzbaren Wert" dar, so Haidinger.

Bibliotheken als spirituelle Orte

Darüber hinaus lege man aber auch Wert auf den pastoralen und spirituellen Aspekt der Präsentation der Stiftsbibliotheken. "Bibliotheken sollen als Orte der Spiritualität erfahrbar werden", so Abt Haidinger. Greifbar werde dieses Anliegen etwa in der bereits im Vorjahr gestarteten Initiative "In der Mitte des Tages". Dabei laden alle Klösterreich-Stifte um 12.00 Uhr zu einem kurzen gemeinsamen Gebet ein. "Viele Menschen, die keinen Zugang zum persönlichen Gebet mehr haben, werden so wieder an diese bereichernde Erfahrung herangeführt", berichtete Haidinger.

"Tage der Klostergärten"

© Klösterreich
Die Lange Nacht der Klostergärten lädt auch dieses Jahr wieder Interessierte ein.

Auch die Klostergärten öffnen heuer wieder ihre Pforten für Besucher. So werden am 5. Juni im Stift Klosterneuburg offiziell die heurigen "Tage der Klostergärten" eröffnet. Bis zum 15. August haben Besucher Zeit, diese grünen "Gärten Eden" zu besuchen. Höhepunkte sind wie auch im Vorjahr die "Langen Nächte der Klostergärten". Sie finden am 13. Juni im Stift Melk, am 19. Juni im Stift Zwettl und am 20. Juni im Stift Altenburg statt, wo ein neuer "Garten der Stille" angelegt wurde.

Weitere Höhepunkte bilden ein Konzert der international bekannten Mezzo-Sopranistin Elina Garanca am 9. Juli im Stift Göttweig im Rahmen der Reihe "Klassik unter Sternen" und der traditionelle Klostermarkt am 1. Mai im Stift Heiligenkreuz, an dem sich heuer über 30 Klöster aus Österreich und den Nachbarländern beteiligen.

Lange Nacht der Kirchen

In Ungarn präsentiert das "Klösterreich"-Mitgliedsstift Pannonhalma im Rahmen des Jahresschwerpunktes die Ausstellung "Die Bücherkultur des Barock", die Zisterzienserabteil Zirc zeigt eine Bibelausstellung. Das tschechische Klösterreich-Mitgliedsstift Rajhrad/Raigern zeigt vom 17. Juli bis 2. August "Schätze aus der Handschriftensammlung".

Darüber hinaus beteiligen sich die österreichischen Stifte auch an der österreichweit stattfindenden Langen Nacht der Kirchen am 5. Juni.

Die beiden Jahresschwerpunkt-Broschüren "Klösterreich liest. Offene Klosterbibliotheken" und "Natur im Klostergarten" können gratis unter der Telefonnummer 02735/55350 oder per E-Mail unter info@kloesterreich.at angefordert werden.

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(red/KAP)

22.04.2009


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