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- 30.07.10

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Von Ostereiern und Osterhasen
© Rupprecht@kathbild.atRund um das Osterfest gibt es fast genauso viel Brauchtum wie rund um Weihnachten. Doch woher kommen die verschiedenen Bräuche und wofür stehen sie? Ostereier, Osterhasen, Osterfeuer oder Speiseweihen, nicht bei allen Bräuchen sind die Ursprünge auch heute noch klar ersichtlich.

Auffallend sind vor dem Osterfest in allen Schaufenstern und Regalen Osterhasen und Ostereier. Schon Wochen vor Ostern bieten die Geschäfte Schokoladehasen und Eier in allen Farben und Geschmacksrichtungen zum Verkauf an. Wie das Osterei, ist auch der Hase ein Symbol für die Auferstehung, weil er angeblich mit offenen Augen schläft und deshalb nie "entschläft".
Schriftlich erwähnt wurde der Osterhase das erste Mal um das Jahr 1682. Bereits in der byzantinischen Tiersymbolik ist der Hase ein Symbol für Jesus Christus und der Kirchenvater Ambrosius (339-397) sah einen Schneehasen seine Fellfarbe wechseln und in ihm ein Symbol für die Verwandlung und Auferstehung.

Ein rotes Ei

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Das Osterei ist ein Symbol für die Auferstehung Jesu.

Auch das Osterei ist seit gut 1.000 Jahren ein fixer Bestandteil des Osterfestes. Bereits im 11. Jahrhundert war es sowohl in der Ost- als auch in der Westkirche üblich, sich am Ostermorgen ein rotes Ei zu schenken. Die Farbe rot steht für das Blut Christi, das Leben, den Sieg und die Lebensfreude. Beim Ei kommt das Küken aus dem Inneren heraus, so wie auch Christus aus dem Inneren des Grabes kam. Das rote Ei geht wahrscheinlich auf so genannte Zinsei zurück. Im Mittelalter zahlten viele Pächter ihren Zins in Naturalien und zu Ostern waren zum letzten Mal die Zahlungen für das vergangene Jahr fällig. Auf diese Zahlung wurde ein rotes Ei gelegt, nahm der Lehensherr dieses an, dann war die Pacht bezahlt.

Jesus Christus das Osterlamm

© Rupprecht@kathbild.at
Zu Ostern gedenken die Christen der Auferstehung Jesu.

In vielen Regionen ist es auch üblich Osterfeuer zu entzünden. Das Feuer steht in seiner Symbolik dafür, dass Christus auch in der dunkelsten Nacht als Licht der Welt da ist. Auch die Speisesegnungen finden wieder vermehrt statt.

Die Karwoche und das Osterfest haben ihren Ursprung im jüdischen Pessachfest, dass durch den Tod Jesus im Christentum eine neue Bedeutung bekam. Im Judentum ist es Tradition während des Festes ein einjähriges, männliches fehlerloses Lamm zu schlachten. Im Johannesevangelium fällt der Tod Jesu in diese Zeit. Dadurch erfuhr das Osterlamm einen Bedeutungswandel: Jesus Christus ist das Osterlamm. In den Speisesegnungen werden gerade jene Speisen gesegnet, auf die die Menschen 40 Tage während der Fastenzeit verzichten mussten: Fleisch, Eier, Brot und Salz und je nach Region kommen noch einzelne Speisen dazu.

Spiele an Ostern

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Vor allem Kinder freuen sich jedes Jahr auf das Osterfest.

Besonders Kinder freuen sich jedes Jahr auf das Osterfest. Nicht nur weil Ferien sind, es gibt auch Süßigkeiten und meist kleine Geschenke, man kann Ostereier suchen und "Eierpecken". Spiel und Ostern gehören schon lange zusammen. So waren Passionsspiele am Palmsonntag und Karfreitag weit verbreitet. Oft wurde tagelang gespielt. Mit der Aufklärung wurden die Passionsspiele dann verboten und erst im vergangenen Jahrhundert fasste der Brauch vor allem im ländlichen Raum langsam wieder Fuß.

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(ks)

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