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- 02.09.10

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Polen sind ein "Geschenk für die Kirche in Wien"
© Polnische Gemeinde"Ich kann mir gar nicht vorstellen, was unsere Diözese wäre ohne die Hilfe unserer polnischen Priester". Das sagte Kardinal Schönborn bei einem Gottesdienst am Samstag in der Gardekirche am Wiener Rennweg. Zur Begeisterung der Gläubigen feierte der Kardinal in polnischer Sprache.

Als "Geschenk für die Kirche" in Wien hat Kardinal Christoph Schönborn die vielen polnischen Gläubigen und die 180 polnischen Priester in der Erzdiözese Wien bezeichnet. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, was unsere Diözese wäre ohne die Hilfe unserer polnischen Priester", so der Kardinal bei einem Gottesdienst am Samstagabend, 9. Juni 2007, in der Gardekirche am Wiener Rennweg, dem Gotteshaus der polnischen Gemeinde.

Auszeichnung durch den Papst

© Stephanscom.at
"Am Sonntag um 10.30 Uhr kommen 2.000 Menschen", so Pater Zygmunt Waz.

Auch Papst Benedikt XVI. werde die polnische Gemeinde bei seinem Österreichbesuch in besonderer Weise auszeichnen, kündigte der Wiener Erzbischof an. Nach seiner Ankunft in Wien am 7. September werde er im Hof des Heimsuchungsklosters am Rennweg ins Papamobil steigen und zuallererst die polnische Gemeinde sehen. Kardinal Schönborn erinnerte beim Gottesdienst am Samstag außerdem daran, dass die anderssprachigen Gemeinden in besonderer Weise eingeladen seien, zur offiziellen Begrüßung des Papstes auf den Platz "Am Hof" zu kommen.

Dass der Wiener Erzbischof den Gottesdienst in der Gardekirche zur Gänze in polnischer Sprache feierte, löste bei den anwesenden Gläubigen große Begeisterung aus. Nur die Predigt hielt er auf Deutsch.

Volles Haus am Rennweg

© Polnische Gemeinde
Auch der Papst wird der polnischen Gemeinde einen Besuch abstatten.

Gefüllte Kirchenbänke und Gläubige, die auf den Gehsteigen stehen, um den Gottesdienst mitzufeiern: Diese Situation prägt jeden Samstagabend und jeden Sonntag das Bild der Gardekirche. Neun Messen werden am Sonntag am Rennweg gefeiert: Zwei in der Früh, zwei am Vormittag, zwei zu Mittag und drei am Abend.

Oft sind es "bis zu 2.000 Menschen, die den Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr besuchen", freut sich der Rektor der Kirche zum Heiligen Kreuz, Pater Zygmunt Waz. Insgesamt kommen 5.000 bis 6.000 Gläubige jeden Sonntag in die Kirche am Rennweg. "Für viele polnische Familien sind wir der Treffpunkt in Wien und zugleich ein Stück polnischer Heimat", unterstreicht Pater Waz auch die gesellschaftliche Aufgabe der Gemeinde.

Ehemalige Spitalskirche

Ursprünglich war die Gardekirche eine Spitalskirche: Das Kaiser- oder Hofspital, das seit Mitte des 16. Jahrhunderts am Ballhausplatz seinen Sitz hatte, wurde 1754 auf den Rennweg verlegt. Kaiserin Maria Theresia ließ für das Kaiserspital eine neue Kirche errichten, deren Außenbau bereits klassizistische Anklänge hat, während die Innenausstattung theresianisches Rokoko ist. 1897 wurde die Kirche dem polnischen Resurrektionistenorden übergeben.

Nach der Proklamation des Kriegsrechts durch General Jaruzelski kamen in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts rund 20.000 polnische Flüchtlinge nach Wien. Seit 1989 besteht eine eigene Matrikenstelle für polnische Katholiken in Wien.

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(red/PEW)

11.06.2007


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