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- 09.02.10

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"Rosenkranz-Sühnekreuzzug" feiert 60-Jahr-Jubiläum
© RKSDie Gemeinschaft "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Die von Wien ausgegangene internationale Gebetsgemeinschaft umfasst heute 700.000 Gläubige in aller Welt. Der Festgottesdienst findet am Samstag, 3. Februar 2007, in der Wiener Franziskanerkirche statt.

Der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" (RSK), eine von Wien ausgegangene internationale Gebetsgemeinschaft, feiert 60-jähriges Bestehen. Franziskaner-Provinzial Pater Anton Bruck zelebriert am Samstag, 3. Februar 2007, um 16.30 Uhr in der Wiener Franziskanerkirche den Jubiläumsgottesdienst. Am 2. Februar 1947 hatte der Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-82) den "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" gegründet. Pater Petrus war ein Spätberufener, der in seiner Jugend aus der Kirche ausgetreten war und erst mit 35 wieder zum Glauben zurückgefunden hatte.

Größte katholische Glaubenskundgebung Österreichs

© Rupprecht@kathbild.at
Zur "Maria-Namen-Feier" versammeln sich tausende Gläubige in der Wiener Stadthalle.

Heute umfasst die internationale Gebetsgemeinschaft weltweit 700.000 Mitglieder in mehr als 130 Ländern. In Österreich veranstaltet der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" im September alljährlich die "Maria-Namen-Feier" in der Wiener Stadthalle. Bei dieser größten katholischen Glaubenskundgebung in Österreich wird für den Frieden in der Welt gebetet. Darüber hinaus bietet die Gebetsgemeinschaft auch Exerzitien und Einkehrtage an, bei denen auch Fragen suchender und der Kirche fern stehender Menschen berücksichtigt werden.

Für den Frieden

© RKS
Pater Petrus hat den "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" 1947 gegründet.

Von Beginn an war die Gebetsgemeinschaft in besonderer Weise mit dem portugiesischen Marienort Fatima verbunden. Denn Pater Petrus, 1902 in Innsbruck als Otto Pavlicek geboren, war in amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1944 in Cherbourg erstmals auf Informationen über die Marienerscheinungen von Fatima gestoßen. Er hatte von einem Mitgefangenen eine Schweizer Kleinschrift über die Erscheinungen erhalten, die sich 1917 in der Cova da Iria zugetragen hatten. Das Gelesene berührte in zutiefst.

Ein Jahr nach Kriegsende konnte Pavlicek in Mariazell für die glückliche Heimkehr aus der Gefangenschaft danken. Dort vernahm er eine innere Stimme, die ihn aufrief, etwas für die Freiheit des vierfach besetzten Österreich und für den Frieden in der damals vom beginnenden Kalten Krieg gekennzeichneten Welt zu tun. Im Laufe eines halben Jahres reifte in Pavlicek der Plan, eine Gebetsgemeinschaft zu gründen. Als er etwa 500 Mitglieder gesammelt hatte, suchte er die kirchliche Zustimmung. Kardinal Theodor Innitzer, damals Wiener Erzbischof, gab sie im November 1947 bereitwillig.

Eine wachsende Gemeinschaft

© RKS
Leopold Figl und Julius Raab bei einer Prozession des "Rosenkranz-Sühnekreuzzugs" für die Freiheit Österreichs im Jahr 1953.

Die Zahl der Mitglieder stieg bis Ende 1950 auf 200.000, zwei Jahre später waren es 340.000 und im Mai 1955 überstieg sie eine halbe Million. Unter den Mitgliedern waren große Namen der Politik der Nachkriegszeit wie Leopold Figl und Julius Raab. Jährlich wurden zu "Maria Namen", um den 12. September, Sühneprozessionen veranstaltet. 1953 kamen 50.000 Menschen, 1954 schon 80.000. Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages im Jahr 1955 weitete sich die Gebetsgemeinschaft auf das Ausland aus. Zu den großen Freunden der Gebetsgemeinschaft zählte Kardinal Franz König. Heute gehören ihr weltweit rund 700.000 Menschen an. Täglich beten sie den Rosenkranz für den Frieden in der Welt, in den Familien und unter den Menschen. Seit dem Tod von Pater Petrus Pavlicek leitet Pater Benno Mikocki die Gebetsbewegung.

Erneuerung im Jahr 2003

Im Jahr 2003 wurden die Statuten des RSK erneuert und von Kardinal Christoph Schönborn bestätigt. Im Rahmen dieser Erneuerung wurde auch der Name der Gebetsgemeinschaft ergänzt. Er lautet nun "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt/RSK-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt". Für Pater Petrus Pavlicek ist ein Seligsprechungsprozess im Gang. Das Diözesanverfahren wurde am 14. Dezember 2001 abgeschlossen. Das Grab von Pater Petrus befindet sich in der Wiener Franziskanerkirche direkt unter der Kanzel.

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(red/PEW)

31.01.2007


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