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- 20.03.10

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"Die Kirche hat eine Verantwortung"
© NeckerDer 1. September ist der "Tag der Schöpfung". Die kirchliche Umweltaktivistin Isolde Schönstein fordert erneut ein verstärktes kirchliches Engagement. Das sei eine Bringschuld gegenüber der kommenden Generation.

Christen in Österreich und der ganzen Welt feiern am Freitag, 1. September 2006, den "Schöpfungstag", der auf einen Aufruf des Ökumenischen Patriarchen Dimitri I. im Jahr 1989 zurückgeht. Dieser Tag wird auch als Beginn einer "Zeit der Schöpfung" im Kirchenjahr gesehen, die bis 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus von Assisi, dauert. "Dimitri hat den 'Schöpfungstag' für die orthodoxen Christen ins Leben gerufen, aber gleichzeitig die ganze Christenheit aufgerufen, ihn mitzubegehen", erklärt Isolde Schönstein, Gründerin der "Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung" im Gespräch mit Radio Stephansdom.

Bischof Kuntner Baum

© Necker
Die Schöpfung zu wahren, ist ein wichtiger Auftrag der Christen, so Schönstein.

In Wien findet zum Auftakt des "Schöpfungstages" im Don Bosco-Haus ein Symposion zum Thema "Bedrohte Schöpfung - Hoffnung durch Handeln" statt, das von 9.00 bis 16.00 Uhr dauert. Um 18.00 Uhr gibt es auf dem Wiener Minoritenplatz beim "Bischof Kuntner-Baum" ein Gedenken an den Wiener Weihbischof und Vorkämpfer für die "Bewahrung der Schöpfung", Florian Kuntner. Daran schließt sich um 18.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Wiener Minoritenkirche, den Weihbischof Franz Scharl leiten wird. Auch der altkatholische Bischof Bernhard Heitz und der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emanuel Aydin werden mitfeiern.

Verantwortung wahr nehmen

© Necker
Die Ausbeutung der Natur richtet viel Schaden an.

Bei dem Symposion, das von der "Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung" veranstaltet wird, geht es um zwei Hauptprobleme der gegenwärtigen Nachhaltigkeits-Debatte: um Energieversorgung und Lebensmittel-Produktion. "Wir haben im Jahr 1996 mit einem Symposion im Erzbischöflichen Palais eine Klima- und Energiekampagne gestartet", erinnert Schönstein. "Wir wollten, dass bis zum heutigen Tag 400 Projekte verwirklicht sind, zur Zeit sind nur 140 zustande gekommen. In der Kirche wurde bisher leider zu wenig investiert. Aber wir müssen in die Zukunft der nächsten Generation blicken, deren Ressourcen wir bereits verbraucht haben."

Kirchliche Einrichtungen als Modell

Die übermäßige Ausbeutung der Natur habe bereits viel Schaden angerichtet und werde auch in Zukunft Schaden anrichten. Die Auswirkungen dieses Verhaltens würden immer offensichtlicher. Daher sei es umso notwendiger, so Schönstein, sich die Frage zu stellen: Wie haben wir den Glauben an Gott den Schöpfer im täglichen Leben gelebt? Der "Schöpfungstag" sei ein Aufruf, die Konsequenzen zu ziehen, so Schönstein. "Wenn ein Pfarrer in seiner Predigt auf die Probleme hinweist und darauf, dass wir eine Verpflichtung haben, kann er auf Angebote hinweisen. Kirchliche Einrichtungen sollten selbst zu einem Modell schöpfungsgerechten Handelns werden."

Noch freie Plätze beim Symposion

Isolde Schönstein ist Mitbegründerin des "European Christian Environmental Network" (ECEN). Das ECEN wird auch bei der Schlussveranstaltung der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung im rumänischen Sibiu eine wesentliche Rolle spielen.

Detailinformationen zum Symposion im Don Bosco Haus bekommt man unter der Wiener Nummer 878 39/539, E-Mail: office@argeschoepfung.at

 

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