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- 10.03.10

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"Die Ökumene muss weitergehen"
© kathbild.at/RupprechtBei einer ökumenischen Vesper in der Konzilsgedächtniskirche in Lainz wurde am Samstag des vor fünf Jahren verstorbenen Kardinals Franz König gedacht. Kardinal König habe immer über die Grenzen hinaus geschaut und auch danach gehandelt, zum Beispiel durch die Gründung von "Pro Oriente", so Metropolit Michael Staikos.

Der Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos erinnerte am Samstag, 14. März 2009, bei einer ökumenischen Vesper in der Konzilsgedächtniskirche daran, dass Kardinal König schon sehr früh über die eigenen Grenzen hinausgeschaut und "in einer sehr überzeugenden Weise die Brüder und Schwestern aus den anderen Kirchen als solche anerkannt hat". König habe dabei immer konkret gehandelt, zum Beispiel durch die Gründung der Stiftung "Pro Oriente". "Das Ziel war für Kardinal König ganz klar: Die volle kirchliche Einheit aller Christen im Osten und im Westen", so Metropolit Staikos.

"Vergesst bei meinem Begräbnis die Osterkerze nicht"

© kathbild.at/Rupprecht
Kardinal Franz König und Metropolit Michael Staikos standen in engem Kontakt und setzten sich für die Ökumene ein.

Kardinal König sei immer "von der Kraft und der Hoffnung des weiten Horizonts der Auferstehung" inspiriert gewesen, unterstrich Metropolit Staikos: "Durch Christi Auferstehung sind alle Menschen auferstanden. Das war seine Überzeugung bis zum Schluss, bis zum Ende seines irdischen Lebens". König habe immer das Positive gesehen und sei "unbeirrbar und konsequent" seinen Weg der Hoffnung und der Zuversicht gegangen. Deshalb habe der Kardinal in seinem Testament betont: "Vergesst bei meinem Begräbnis die Osterkerze nicht, die Kerze der Auferstehung".

Gemeinsames solides Fundament

Staikos erinnerte daran, dass ihn der Wiener Alterzbischof kurz vor seinem Tod noch zu sich gerufen hatte. Damals sagte Kardinal König dem Wiener orthodoxen Metropoliten: "Die Ökumene muss weitergehen". Das gemeinsame solide Fundament der Christen dürfe durch unterschiedliche konfessionelle Interessen, Machttendenzen und Konkurrenzdenken nicht zerstört werden, so Staikos. Die gemeinsame Taufe müsse von den Kirchen gemeinsam verkündigt werden, "damit die Welt glaubt, damit die Menschen auch in der bedrängten Situation von heute gestärkt und ermutigt ihr Leben meistern können".

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(red/PEW)

18.03.2009


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