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- 21.03.10

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Gedenken zum fünften Todestag von Kardinal König
© Kathbild.at/RupprechtZum Gedenken anlässlich des fünften Todestages von Kardinal Franz König feierte Diözesanbischof Egon Kapellari im Wiener Stephansdom am Freitag den Gottesdienst mit der Gemeinde. "Kardinal König war ein stiller und treuer Beter", so Bischof Kapellari.

"'Vergesst an meinem Sarg die Osterkerze nicht' - auch hier steht sie beim Altar", erinnerte der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari an den letzen Wunsch von Kardinal Franz König, der am 13. März 2004 im 98. Lebensjahr verstorben ist. Viele waren der Einladung in den Stephansdom gefolgt, um am Freitag, 13. März 2009, des fünften Todestages des Wiener Erzbischofs zu gedenken. Diözesanbischof Egon Kapellari feierte als Präsident der "Kardinal-König-Stiftung" um 18.00 Uhr den Gedenkgottesdienst.

"Der Wahrheit in Liebe dienen"

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Bischof Egon Kapellari feierte als Präsident der "Kardinal-König-Stiftung" den Gedenkgottesdienst.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an Kardinal König, der getreu seinem Wahlspruch "Veritate in caritate" - "Der Wahrheit in Liebe dienen" - "nicht dröhnend aber deutlich für die Wahrheit eingetreten ist".
Besonders das Bemühen in seinen letzen Lebensjahren für die Hospizbewegung hob Bischof Kapellari hervor: "Kardinal König hatte immer eingefordert, dass ein Mensch an und nicht durch die Hand eines anderen Menschen sterben soll."

Gespräch das wesentlichste Anliegen

Jede Pfarre habe er besucht in den Jahren seines bischöflichen Wirkens von 1956 bis 1985 in der Erzdiözese Wien. Und es sei nicht Äquidistanz, die er geprägt habe, sondern immer sei das Gespräch für den Kardinal das wesentlichste Anliegen gewesen.
Auch der Kontakt zu den Bischöfen des damaligen Ostblocks war dem Wiener Erzbischof wichtig. Kardinal König war als einziger "westlicher" Kardinal zum Begräbnis des Zagreber Kardinals Stepinac gereist. Am Weg dorthin erlitt er im Februar 1960 vor Varazdin einen schweren Autounfall. In den folgenden Wochen im Krankenhaus erkannte Kardinal König die Verantwortung Österreichs für seine östlichen Nachbarn und begann in der Folge eine konsequente Besuchspolitik in die Länder hinter dem Eisernen Vorhang.

Die Summe eines durchbeteten Lebens

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Am Ende des Gottesdienstes stand das Gedenken am Grabmal des 2004 verstorbenen Kardinals.

Kardinal Franz König war "ein stiller und treuer Beter, der Rosenkranz und das Brevier waren seine treuen Begleiter auf seinen Reisen. Bis zuletzt war er geistig und geistlich hellwach", so Bischof Kapellari. Den letzen Weg, den der Kardinal vor fünf Jahren gegangen sei, war von großer Gelassenheit geprägt. "So ging er auf die letzte Begegnung mit Gott gelassen zu, auch das ist eine Summe eines durchbeteten Lebens, wie es Kardinal König vorlebte", predigte Bischof Kapellari.

Gedenken am Grabmal

Mit Bischof Kapellari feierten unter anderen Militärbischof Christian Werner, Weihbischof Franz Scharl, Generalvikar Franz Schuster, der Generalvikar der Militärdiözese, Franz Fahrner, Kanzler Walter Mick, Dompropst Ernst Pucher, der Caritas-Direktor von Wien, Michael Landau, Domdekan emer. Jozef Toth, Pater Karl Schauer und Pfarrer Franz Grabenwöger, der letzte Sekretär von Kardinal König.

Am Ende des Gottesdienstes folgte der Gang in die Bischofsgruft zum Grabmal des Kardinals. Dort wurde im Gebet an das Wirken und das Bemühen des Kardinals erinnert.

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(gr)

14.03.2009


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