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- 02.09.10

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Kardinal König und das Bundesheer
© MilitärseelsorgeVor 50 Jahren am 21. Februar 1959 wurde Kardinal Franz König der erster Militärvikar der Zweiten Republik und gab der Militärseelsorge damit entscheidende Impulse. Er bemühte sich um den Bau von Kirchen und Kapellen und organisierte Wallfahrten, zum Beispiel nach Lourdes.

Vor 50 Jahren - am 21. Februar 1959 - wurde die Militärseelsorge in Österreich mit der Ernennung von Kardinal Franz König zum ersten Militärvikar der Zweiten Republik auf eine neue zukunftsträchtige Basis gestellt. Als Kardinal König seine zusätzlich Funktion als Leiter der Militärseelsorge übernahm, konnte diese gerade einmal auf eine etwas mehr als zweijährige Geschichte in der Zweiten Republik zurückblicken.

Mit den Staatsvertrag vom 15. Mai 1955 und dem Gesetz über die immerwährende Neutralität wurde die Aufstellung eines Bundesheeres beschlossen; von Anfang an versuchte auch die katholische Kirche die Militärseelsorge neu aufzubauen. Die Bischofskonferenz betraute den Salzburger Domkapitular Johann Innerhofer mit der Errichtung der Militärseelsorge, der Ministerrat stimmte am 4. Oktober 1956 der Errichtung zu. Mit dem 15. Oktober 1956 traten die ersten vier Militärseelsorger ihren Dienst an.

Gründung 1959

© Rupprecht@kathbild.at
Kardinal Franz König half mit die Militärseelsorge neu aufzubauen.

Nachdem am 21. Dezember 1957 die österreichische Bundesregierung die Anerkennung des Konkordats von 1933 beschlossen hatte, konnten auch die darin vorgesehenen Regelungen zur Militärseelsorge umgesetzt werden. Unterstanden die Militärseelsorger bis dahin direkt der Bischofskonferenz, so wurde nun eine eigenständige Militärseelsorgestruktur eingerichtet. Kardinal König wurde am 21. Februar 1959 von Johannes XXIII. zum "Vicarius Castrensis" des österreichischen Bundesheeres ernannt. Prälat Innerhofer stand Kardinal König fortan als Provikar und damit Stellvertreter zur Seite und war für die laufenden seelsorglichen Belange im Bundesheer verantwortlich.

Wallfahrt nach Lourdes

© Rupprecht@kathbild.at
Die Militärseelsorge bietet unter anderem Wallfahrten zum Beispiel nach Lourdes oder Mariazell an.

Kardinal König bemühte sich um den Aufbau einer pastoralen Struktur für ganz Osterreich, den Einsatz fähiger Seelsorger und den Bau von Kirchen und Kapellen im Bereich des Bundesheeres. Auch die Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes war dem Wiener Erzbischof und Militärvikar ein großes Anliegen. Schon im Jahr 1960 nahmen etwa 1.400 Mann des österreichische Bundesheeres - vom einfachen Soldaten bis zum General - daran teil. Mit dabei war auch Kardinal König. Oft feierte er auch selbst Feldmessen und hatte für die persönlichen Anliegen der Bundesheerangehörigen ein offenes Ohr.

1968 ersuchte Kardinal König in einem Schreiben an Paul VI., ihn wegen arbeitsmäßiger Überlastung von der Aufgabe als Militärvikar des österreichischen Bundesheeres zu entlasten.

"Spirituali Militum Curae"

Mit der apostolischen Konstitution "Spirituali Militum Curae" vom April 1986 gab Papst Johannes Paul II. der Militärseelsorge weltweit neue Impulse. Das bedeutete unter anderem auch für Österreich die Errichtung eines "Militärordinariats". Als ersten Militärbischof von Österreich ernannte Johannes Paul II. schließlich im November 1986 den damaligen Sekretär der Bischofskonferenz, Alfred Kostelecky. Nach dessen Tod hat seit 1994 Christian Werner dieses Amt inne.

Die österreichische Militärdiözese umfasst derzeit rund 100.000 Katholiken. Neben 16 auf die Bundesländer verteilten Militärpfarren gibt es derzeit drei "Pfarren" in Einsatzgebieten des Bundesheeres auf dem syrischen Golan, im Kosovo und in Bosnien. Insgesamt sind 22 Militärgeistliche im Einsatz. Ihr Einsatzbereich erstreckt sich von der seelsorglichen Betreuung der Soldaten über die Messfeiern bis hin zu Beratertätigkeiten.

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(red/KAP)

21.02.2009


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