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- 02.09.10

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"Das Wichtigste ist nicht die Sprache, sondern sind die Menschen"
© Stephanscom.atJeden Samstagabend erklingen in der Dominikanerkirche in der Postgasse im ersten Bezirk spanische Gitarren- und Chorklänge, denn da trifft sich die spanische Gemeinde zum Gottesdienst.

Ein buntes und fröhliches Bild bietet die rund zehnköpfige Gruppe, die sich jeden Samstag bereits um 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Dominikanerklosters in Wien trifft. Zur Vorbereitung auf den spanischen Gemeindegottesdienst um 19.15 Uhr wird zum Einstimmen die Musik im Gottesdienst geprobt. Doch nicht nur Spanier kommen, sondern auch viele spanischsprechende Männer und Frauen aus Lateinamerika. Einer von ihnen ist Cear Opaco, er stammt aus Chile, seit einem Jahr bereichert er die musikalische Truppe mit den Klängen seiner Gitarre. "Ich komme hier her, weil ich es liebe zu singen und hier alle spanisch sprechen", erklärt er im Gespräch mit Radio Stephansdom.

Vom Sacre Coeur zu den Dominikanern

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Zehn engagierte Spanierinnen und Spanier proben vor dem Gottesdienst die musikalische Begleitung.

Die spanische Gemeinde in Wien entstand in Folge der Errichtung des Vienna International Centre (VIC) der Vereinten Nationen 1979 in Wien. Zu Beginn traf man sich im Sacre Coeur, wo Pater Guiterrez, der erste Spanier-Seelsorger, Kaplan war. Die Kapelle der Schule war aber zu klein, die nächsten Stationen der spanischsprachigen Gemeinde waren die Karmeliterkirche und dann die Deutsch-Ordenskirche.

Derzeit ist Pater José Luis Borja Botia Priester der spanischen Gemeinde in Wien. Er stammt aus Murcia, aus dem Süden Spaniens. Seine Haupttätigkeit ist die Funktion des Vizerektors am diözesanen Missionskolleg "Redemptoris Mater". Seit fünf Jahren ist Pater Botia in Wien, seit drei Jahren leitet er die spanische Gemeinde in der Bundeshauptstadt. Eine seiner ersten Tätigkeiten war es, eine größere Kirche für die "Spanier in Wien" zu organisieren. Er bat Kardinal Christoph Schönborn um Unterstützung, der Wiener Erzbischof wiederum fragte bei seinen Wiener Mitbrüdern an. Ergebnis: Seit drei Jahren ist die Dominikanerkirche Heimat der spanischen Gemeinde.

Offen auch für Nichtspanier

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Frau Gallo und Frau Monse sind Stützen der Gemeinde.

Rund 100 Gläubige kommen jeden Samstagabend zum Gottesdienst. Etwa 50 sind regelmäßige Gottesdienstbesucher, die anderen 50 sind spanischstämmige Touristen. Doch Pater Botia sagt: "Das Wichtigste ist nicht die Sprache, sondern sind die Menschen." Frau Gallo kommt seit fünf Jahren in die spanische Gemeinde: "Mir gefällt, wie offen alle sind und wie jeder jedem hilft". Frau Monse, sie stammt aus Salamanca, unterstreicht: "Wir versuchen denjenigen, die gerade nach Wien gekommen sind, Hilfe und Orientierung zu bieten. Wir besuchen unsere spanischen Freunde auch in den Wiener Krankenhäusern."

Von der Taufe bis zur Firmung

Die meisten Frauen der spanischen Gemeinde sind Lateinamerikanerinnen oder Spanierinnen, die mit Österreichern verheiratet sind. Die deutschsprachigen Männer kommen meist zum Gottesdienst mit. Die Kinder bekommen vor dem Gottesdienst der spanischen Gemeinde Katechesenunterricht. Sieben Kinder haben im vergangenen Jahr das Sakrament der Erstkommunion in der spanischsprachigen Gemeinde der Bundeshauptstadt empfangen, vier wurden getauft. Im Juni 2005 spendete Kardinal Christoph Schönborn das Sakrament der Firmung. "Viele haben durch Taufen, Erstkommunion oder Firmung ihren Erstkontakt mit unserer Gemeinde", erklärt Pater Botia: "Und so entstehen bleibende Kontakte".

Wunsch an den neuen Weihbischof

Dem neuen Wiener Weihbischof Franz Scharl wünscht Pater Botia "Alles Gute". Der designierte Auxiliarbischof wird auch für die fremdsprachigen Gemeinden zuständig sein. Pater Botia will an ihn herantreten und den Wunsch nach einer eigenen Kirche und neuen Räumen deponieren.

Radiotipp:

© Radio Stephansdom

Jeden Dienstag in Kirche Aktuell um 18.30 Uhr stellt die Redaktion von Radio Stephansdom auf 107,3 eine fremdsprachige Gemeinde der Erzdiözese Wien vor.

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(sth)

28.02.2006


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