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- 09.02.10

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Wiener Neustadt - ein junges Dekanat geht neue Wege
© Stephanscom.atDas Dekanat Wiener Neustadt wurde im Jahr 2003 "ad experimentum" errichtet. Pater Petrus Hübner wurde zum Dechant des neuen Dekanates Wiener Neustadt berufen: "Es ist eine spannende Aufgabe das Dekanat mit Stadt- und Landpfarren zu begleiten."

Pater Petrus steht als "Pate des Dekanates" als erster Dechant Wiener Neustadt vor. Das Dekanat wurde im Jahr 2003 aus den Dekanaten Wiener Neustadt-Stadt und den nördlichen Teilen des alten Dekanates Wiener Neustadt-Land gebildet.

© Stephanscom.at
Pater Petrus ist der erste Dechant des neuen Dekanates Wiener Neustadt.

Pater Petrus Hübner OCist. ist nunmehr für 15 Pfarren verantwortlich. Eine große Aufgabe, die er aber durch seine Erfahrungen als Dechant von Baden von 1999 bis 2002 hervorragend meistert. Als Pfarrer der Pfarre Wiener Neustadt-Neukloster hat Pater Petrus eine der größeren Pfarren des Dekanates zu betreuen.

"Als Dechant hat man natürlich keine Hausmacht, aber die braucht man auch nicht. Die Pfarren sind von Anfang an selbständig aufeinander zugegangen. Meine Aufgabe ist lediglich die Gespräche zu begleiten und zu fördern", so Dechant Hübner. In der Seelsorgearbeit habe eine Pfarre von der anderen profitiert. "Die Landpfarren haben viele Traditionen, die in der Stadt nicht mehr vorhanden sind, die aber das Pfarrleben positiv beleben können. Und die Stadtpfarren befruchten die Landpfarren im theologischen Bereich", erklärt Pater Petrus.

Gemeinsam gefeierte Feste

© Pfarre Neukloster
Zum Ministrantenfest im Dekanat kamen etwa 200 Burschen und Mädchen.

Als eine der größten gemeinsamen Aktionen im Dekanat nennt Pater Petrus das große Ministrantenfest im Jahr 2003, das gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Dekanat Lanzenkirchen gefeiert wurde. "An die 200 Ministranten waren da, und es war ein sehr schönes Fest hier im Neukloster", so Pater Petrus.

Gemeinsam gefeiert wird in der Stadt Wiener Neustadt auch das Fronleichnamsfest. "Es gibt in den vielen kleinen Gemeinden, die vor allem die Pfarre Neukloster und die Dompfarre zu betreuen hat am Fronleichnamstag keine Messe. Alle treffen sich im Park beim Neukloster und feiern gemeinsam Eucharistie, und dann geht die Prozession über den Hauptplatz in den Dom", berichtet Dechant Pater Petrus Hübner.

Die Pastoral geht an die Sorgen der Menschen

Für den Dechant ist das "Ansprechen gerade der Menschen, die sich mit unseren alten Gottesdienstformen nicht mehr anfreunden können" wichtig. "Wir versuchen in den Pfarren des Dekanates neue Wege mit alternativen Formen des Gottesdienstes zu gehen. Als Initiator dieser Idee, gehe ich natürlich mit gutem Beispiel voran. Mir ist es wichtig, dass nicht verstanden wird, die Messe sei etwas Schlechtes, sondern zu entdecken, dass es auch andere Formen des Feierns gibt. Die Wort-Gottes-Feier ist ein guter Weg", erklärt Pater Petrus. Es sei ihm wichtig, den Menschen in Beziehung zu Gott zu bringen. "Damit werten wir auch die Eucharistie  - als Feier des Sonntags - wieder auf."

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Die Neuklosterkirche, das Zentrum der neuen Wege im Dekanat.

Pater Petrus bringt aus seinem eigenen Glaubensleben das traditionelle Tagzeitengebet aus dem Kloster Heiligenkreuz mit. "Aber ich bin mir bewusst, dass wir zusätzlich zu alt bekannten Gebets-Angeboten, neues installieren müssen. Wir müssen das Leben und die Sorgen der Welt, der Menschen in unsere Gottesdienste tragen. Das im Dekanat umzusetzen ist eines meiner Ziele."

Gemeinsam den Menschen dienen

"Der Schwerpunkt der pastoralen Arbeit steht in unserem Dekanat unter dem Motto 'gemeinsam den Menschen dienen'", betont Pater Petrus. 

Zu diesem Motto passt das Handy auf dem Tisch vom Dechant. Es ist ein Diensthandy aus dem städtischen Krankenhaus: Die vier Stadtpfarrer wechseln sich ab, um rund um die Uhr für Kranke und Sterbende erreichbar zu sein.

© Stephanscom.at
Dechant Pater Petrus ist pastoral viel unterwegs.

In der Dechantenkonferenz muss das Dekanat zusammenwachsen um die Fragen der Zukunft gemeinsam lösen zu können. "Trotz unterschiedlicher Positionen finden wir immer wieder gute Wege", so der Dechant, dem derzeit einzig die Altersstruktur der Priester im Dekanat Sorge bereitet. "Es sind immer zuwenig Pfarrer vorhanden," ist er sich bewusst. Die Idee der Seelsorgeräume muss im Südvikariat wohl in die Realität umgesetzt werden.
"Diese Seelsorgeräume bilden sich bei uns schon jetzt, wenn Pfarren über die Pfarrgrenzen hinweg zusammenarbeiten und offen sind für die vielen Initiativen in den anderen Pfarren", freut sich Dechant Pater Petrus.


Dekanat Wiener Neustadt - Statistik

Pfarren: 15
Seelsorgeräume: 1
Pfarrer: 12
Kapläne: 4
Diakone: 4
Pastoralassistenten: 4
Katholiken: etwa 43.000

Die Pfarren des Dekanates Wiener Neustadt

(gr)

17.05.2004

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