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- 30.07.10

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400 Jahre Salesianerinnen
© www.heimsuchungsschwestern.deDie "Schwestern der Heimsuchung Mariä", im deutschsprachigen Raum "Salesianerinnen" genannte, feiern heuer das 400-jährige Bestehen ihres Ordens. Mit einem Festgottesdienst am 24. Jänner, dem Gedenktag des heiligen Franz von Sales, wird das Jubiläumsjahr eröffnet.

Gegründet wurde die Schwesterngemeinschaft 1610 in Annecy in Frankreich durch den heiligen Franz von Sales und die heilige Johanna Franziska von Chantal. Der Name "Orden von der Heimsuchung Mariä - Ordo Visitation Mariae (OVM)" bezieht sich auf den im Lukasevangelium beschriebenen Besuch der schwangeren Gottesmutter Maria bei ihrer Verwandten Elisabet (Lk 1,39-56) und verweist auf die Tätigkeit der neuen Ordensgemeinschaft: Heimsuchungsschwestern sollten Arme, Kranke und Bedürftige daheim aufsuchen, um sie zu unterstützen, heißt es auf der Website der Salesianerinnen. Heute gibt es über 150 Heimsuchungsklöster auf vier Kontinenten.

Begegnung unter Frauen

© Salesianerinnen
Johanna Franziska von Chantal und der heilige Franz von Sales gründeten am 6. Juni 1610 die Schwesterngemeinschaft der Salesianerinnen.

Im Wiener Heimsuchungskloster, das 1770 von Kaiserin Wilhelmine Amalie gegründet wurde, leben derzeit 15 Schwestern das "Charisma der Heimsuchung", der Begegnung von Maria und Elisabeth. Den Tagesablauf des Klosters am Rennweg bestimmen gemeinsame Gebetszeiten und Zeiten persönlichen Gebetes, Betrachtung, Anbetung und geistliche Lesung sowie die verschiedenen Arbeiten im Haus, die im Schweigen verrichtet werden. Dazu kommen Zeiten des gemeinsamen Austausches und Exerzitien zur Vertiefung der Spiritualität.

Frauen, die ihr Leben neu ordnen wollen, oder Stille und Vertiefung im Gebet suchen, können individuelle Tage der Stille im Kloster am Rennweg verbringen oder an einem der Einkehrnachmittage teilnehmen. "Frauen jeden Alters und Standes können einige Tage in der Klausur mitleben", so die Einladung die Wiener Salesianerinnen.

"Ich komme, um innerlich ruhig zu werden"

© Salesianerinnen
Die Wiener Salesianerinnen laden Frauen zu Tagen der Stille im Kloster ein.

Einige Frauen verbringen mehrmals im Jahr Tage der Stille im Kloster am Rennweg. Über ihre Erfahrungen sagt eine Teilnehmerin: "Ich komme, um innerlich ruhig zu werden und viel Zeit, die ich in Familie, Haushalt und Job nicht habe, im Gebet zu verbringen. Ich genieße die freie Zeit, die ich nur für Gott und für mich verwende." Eine andere Frau, sagt über die Tage im Kloster: "Dabei fallen nach und nach die oft selbstgemachten Sorgen und Nöte von mir ab. Ich liebe alles dort: die stillen, weitläufigen Gänge und den wunderschönen Garten, die Nischen mit den liebevoll geschmückten Statuen und Bildern, vor allem die Schwestern, die immer einen freundlichen Blick oder ein gutes Wort für einen haben, und die Begleitung im Gespräch, die mich aufbaut und mir viel von der Seele nimmt."


Gottesdienste im Jubiläumsjahr

Eröffnungsgottesdienst am Gedenktag des heiligen Franz von Sales
Sonntag, 24. Jänner 2010, 9.00 Uhr
mit Bischofsvikar Michael Zacherl SJ.

Festgottesdienst am Gedenktag der Ordensgründung
Sonntag, 6. Juni 2010, 9.00 Uhr
mit Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn.

Festgottesdienst am Gedenktag der Heimsuchung Mariä
Freitag, 2. Juli 2010, 17.00 Uhr

mit Weihbischof Andreas Laun.

Die Gottesdienste finden in der Klosterkirche der Salesianerinnen (1030 Wien, Rennweg 10) statt.

Weitere Artikel:

"Das Kloster ist keine eigene Welt, sondern ein Stück Kirche"

(sj)

20.01.2010


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