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- 10.09.10

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Moralische Führungsrolle der EU eingefordert
© Bilderbox.comDie ins Stocken geratenen Klimaverhandlungen in Kopenhagen wieder auf Schiene bringen und ein ambitioniertes und bindendes Abkommen für die Ärmsten dieser Welt zu beschließen, das wünschen sich die Mitglieder der Aktion "Klima fair bessern".

"Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was die derzeitigen Blockaden in den Verhandlungen verursacht. Die Angebote der industrialisierten Staaten zu Emissionsreduktionen und zur finanziellen Unterstützung der Entwicklungsländer decken bei Weitem nicht, was die Gerechtigkeit fordert. Die reichen Länder dieser Erde tragen die historische Verantwortung für den Klimawandel, der seine Auswirkungen bereits jetzt vor allem in Entwicklungsländern zeigt. Die Industrieländer können diese Verantwortung nicht von sich weisen", so Josefa Molitor-Ruckenbauer, Koordinatorin der Kampagne "Klima fair bessern" der katholischen Hilfswerke.

Regierungschefs sind gefragt

© Stephanscom.at
"Die Menschen sind bereit, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen", so Molitor-Ruckenbauer.

Die Regierungschefs seien nun gefragt, die Stimmung aus der Bevölkerung aufzufangen und weiterzutragen. "Besonders in diesen letzten Tagen der Konferenz zeigt sich, dass die Menschen bereit sind, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Jetzt müssen sich auch unsere politischen Vertreter bewegen. Auch Bundeskanzler Faymann ist gefordert, die Unterstützung der österreichischen Bevölkerung für ein gerechtes Abkommen in die Verhandlungen einzubringen", so Josefa Molitor-Ruckenbauer.

Zukunft der Menschen

In einer Botschaft an die Regierungschefs mahnt Papst Benedikt XVI. die Verantwortung der reichen Länder im Kampf gegen den Klimawandel ein: "Die Not der Menschen in den am meisten gefährdeten Gebieten wird immer größer, weil es nach wie vor zu viele gibt, die zu wenig Verantwortung für den Umgang mit unserer Umwelt übernehmen."

Heinz Hödl, der Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz kritisiert, dass die verhandelnden Parteien nach wie vor keine gemeinsame Verantwortung wahrnehmen: "Die derzeitigen Versuche, die Entwicklungsländer als die blockierende Gruppe auszuweisen, sind gänzlich fehlgleitet. Der Kampf gegen den Klimawandel ist von weltumspannender Bedeutung. Es geht darum, die Zukunft der Menschen zu retten und wir haben die Verpflichtung, die am meisten gefährdeten unter uns zu schützen."

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(ks)

17.12.2009


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