Zurück zur Startseite. Zurück zur Startseite. Zur Webseite von Radio Stephansdom.
- 30.07.10

 RSS, ATOM
 
Kirchenglocken in aller Welt läuten für den Klimaschutz
© kathbild.at/RupprechtDie Kirchen erhöhen den Druck auf die politischen Entscheidungsträger in Kopenhagen. Auch in Österreich werden von vielen Kirchtürmen am Sonntag je 350 Glockenschläge erklingen, um auf die Dringlichkeit der Erderwärmung aufmerksam zu machen.

Die christlichen Kirchen in aller Welt erhöhen den Druck auf die politischen Entscheidungsträger beim UN-Weltklimagipfel in Kopenhagen. Auf Anregung des Weltkirchenrats (ÖRK) werden am Sonntag, 13. Dezember 2009, weltweit um 15.00 Uhr Ortszeit die Kirchenglocken für den Klimaschutz erklingen. Beginnend von den Fidschi-Inseln im Südpazifik soll sich so der kirchliche Appell für ein faires und effizientes Klimaabkommen über die ganze Welt ausbreiten.

Glockenläuten auch vom Stephansdom

© Stephanscom.at
"Glocken, die außerhalb der normalen Zeiten läuten, weisen auf drohende Gefahr hin", so Sturm.

Auch in Österreich werden 350 Glockenschläge von vielen Kirchtürmen erklingen, wie der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, der evangelisch-lutherische Altbischof Herwig Sturm, am Donnerstag, 10. Dezember 2009, bei einer Pressekonferenz in Wien ankündigte. Unter anderem wird auch der Wiener Stephansdom für den Klimaschutz läuten. Die Zahl 350 bezieht sich auf 350 ppm (Teilchen pro Million): Dies ist nach Ansicht vieler Wissenschaftler die Höchstgrenze für eine ungefährliche Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre. Bis vor rund 200 Jahren belief sich der CO2-Anteil in der Atmosphäre auf 275 ppm, mittlerweile hat er aber bereits einen Wert von 390 ppm erreicht.

Auf drohende Gefahr aufmerksam machen

"Glocken, die außerhalb der normalen Zeiten läuten, weisen auf drohende Gefahr hin. Dass der Klimawandel zu diesen drohenden Gefahren an allererster Stelle gehört, ist den Menschen bewusst", erklärte Sturm. Mit dem Glockengeläut wolle man an die Politiker weltweit appellieren und gleichzeitig die Bereitschaft vieler Christen signalisieren, bei der notwendigen Veränderung der Welt mitzumachen. Jeder einzelne könne etwas gegen den Klimawandel tun, erinnerte der Vorsitzende des Ökumenischen Rates: "Nicht das Klima darf sich erwärmen, sondern unsere Herzen müssen sich erwärmen für diese Welt und für ihre Bewahrung."

"Die Natur ist ein Geschenk an unsere Nachkommen"

© Stephanscom.at
"Die Menschen müssen ihr Denken radikal ändern", so Bischofsvikar Dura.

Der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura betonte, dass jetzt konkrete Maßnahmen für die Bewahrung der Schöpfung notwendig seien. "Ein Grund der ökologischen Krise ist die Sünde des Menschen", sagte Dura, der am 1. Jänner den Vorsitz im Ökumenischen Rat der Kirchen übernehmen wird. Die Menschen müssten Buße tun und ihr Denken und Verhalten radikal umkehren. Dura rief dazu auf, die Umwelt wieder stärker als Gabe Gottes an alle Menschen zu betrachten: "Die Natur gehört nicht uns allein, sie ist ein Geschenk auch an unsere Nachkommen."

Kirchen nehmen Industrieländer in die Pflicht

Kirchen, Kirchenvertreter und kirchliche Hilfswerke sind beim Gipfel in Kopenhagen vertreten. Sie verlangten bereits vor der Konferenz eine gerechte Lösung für die Folgen des Klimawandels. Dazu gehöre etwa, dass die Industrieländer ihrer Verantwortung gerecht werden und die stark von Umweltänderungen betroffenen Entwicklungsländer bei der Bewältigung ihrer Probleme unterstützen.

Auch der Heilige Stuhl hat eine sechsköpfige Delegation nach Kopenhagen geschickt. Papst Benedikt XVI. rief vor Beginn des Gipfels alle Menschen zu einem maßvollen und verantwortungsvollen Lebensstil auf. Das gelte vor allem mit Blick auf die Armen und die künftigen Generationen. Er erwarte von der Konferenz wirksame Maßnahmen zum Schutz der Schöpfung und für eine solidarische Entwicklung; diese Maßnahmen sollten auf der Menschenwürde gründen und auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein.

Weitere Artikel:

"Klima und Handel gemeinsam denken"

NGOs fordern Nothilfepaket für ein faires Klima

Ein Klima der Gerechtigkeit schaffen

(red/KAP)

10.12.2009


Druckansicht


Zurück

 
Schwerpunkte
Thema Missbrauch
Kultursommer
Sommergespräche
Neuerscheinungen
Aktuelle Tipps
Kirchenjahr


 


Die Erzdiözese - Service - Glaube & Leben - Pfarren - Termine - Suche/Sitemap - Gottesdienstsuche

Katholische Kirche Wien - Erzdiözese Wien - Erzbistum Wien
Optimiert ab MS IE 5.X und NS 7.X mit 1024x768 Pixel