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- 02.09.10

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So jung und schon arm
© Bilderbox.comZum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut hat die Katholische Jugend Österreich auf die steigende Zahl armer Jugendlicher in Österreich aufmerksam gemacht. "Die Zahlen sind alarmierend. Kinder und Jugendliche sind überproportional oft von Armut betroffen", so Ingrid Zúñiga Zúñiga.

In Österreich sind 400.000 Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Ein Viertel davon sind Kinder und Jugendliche: "Diese Zahlen der Armutskonferenz sind alarmierend und zeigen, dass Kinder und Jugendliche überproportional von Armut betroffen sind", kommentierte Ingrid Zúñiga Zúñiga, die Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ), die Ausmaße von Armut in Österreich. "Hinzu kommt die leider immer noch steigende Jugendarbeitslosigkeit, die zusätzlich Armut schafft," so Ingrid Zúñiga Zúñiga.

Jugendliche brauchen Zukunft

© KJÖ
"Von Armut Betroffene werden oft ausgegrenzt", so Zúñiga Zúñiga.

Kinder und Jugendliche, die von Armut bedroht sind, werden oft ausgegrenzt und sind einer großen Chancenlosigkeit in der Gesellschaft ausgesetzt. Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am Samstag, 17. Oktober 2009, forderte die Katholische Jugend Österreich die Verantwortlichen in der Politik auf, endlich gegenzulenken.

"Jugendarmut ist eine Schande für die Gesellschaft. Jugendliche brauchen Zukunft und Perspektive, Armut nimmt ihnen diese jedoch", appellierte Zúñiga Zúñiga.

Bildung gegen Armut

© 72 Stunden ohne Kompromiss
Jugendliche aus allen Schichten engagieren sich 72 Stunden ohne Kompromiss.

Für die Katholische Jugend Österreich ist ein uneingeschränkter Zugang zu Bildung einer der wichtigsten Faktoren für die Armutsbekämpfung. "Bildung und Armut stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang. Junge Menschen müssen optimale Ausbildungsmöglichkeiten vorfinden: Wir fordern Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und sozialer Herkunft, freie Wahl des Bildungswegs und dieser muss kostenfrei sein. Dazu braucht es eine umfassende Reform unseres Bildungssystems", so Ingrid Zúñiga Zúñiga.

"72 Stunden ohne Kompromiss" 2010

Vom 21. bis 24. Oktober 2010 geht "72 Stunden ohne Kompromiss", Österreichs größte Jugendsozialaktion, in die fünfte Runde. Diesmal liegt ein Schwerpunkt der Aktion beim Thema Jugendarmut. Gezielte Einzelaktionen sollen es den Jugendlichen ermöglichen, sich mit der Thematik zu beschäftigen.

"Wir wollen gezielt arbeitslose und sozial schwächer gestellte Jugendliche dazu animieren, an der Aktion teilzunehmen", berichtet die KJÖ-Vorsitzende. Durch das gemeinsame Arbeiten an Projekten, die auch ihre eigene Situation verbessern, werden den Jugendlichen neue Erfahrungsräume eröffnet, die Solidarität untereinander gestärkt und Barrieren innerhalb der Gesellschaft überwunden.

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(ks)

19.10.2009


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