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- 10.09.10

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"Toni Sailer war ein starker und glaubensfester Mensch"
© skikitz.orgDer österreichische Sportseelsorger Pater Bernhard Maier erinnert sich im Gespräch mit Radio Stephansdom an seine Begegnungen mit der Schi-Legende Toni Sailer. Toni Sailer ist im Alter von 73 Jahren nach schwerem Leiden verstorben.

Die internationale Sportwelt trauert um den österreichischen Schifahrer Toni Sailer. Er verstarb nach langem, schwerem Leiden am Montag, 24. August 2009, im Alter von 73 Jahren. Sailer hatte in seiner fünfjährigen Karriere in den 50er Jahren drei Olympiasiege und insgesamt sieben Weltmeister-Titel errungen. Nach seiner Sportkarriere feierte er Erfolge als Schauspieler und Sänger.

Der österreichische Sport- und Olympiaseelsorger Pater Bernhard Maier von den Salesianern Don Boscos hat Toni Sailer mehrmals getroffen und erinnert sich im Gespräch mit Radio Stephansdom am Dienstag, 25. August 2009, an die Schilegende.

"Ein langes und menschliches Gespräch"

© kathbild.at/Rupprecht
"Schi-Legenden wie Toni Sailer sind Vorbilder für den heutigen Sport", so Pater Maier.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Profisportler und seiner Rückkehr in die Kitzbühler Heimat wurde Sailer unter anderem als Schischulleiter aktiv, war 20 Jahre lang Rennleiter der Kitzbühler Hahnenkamm-Rennen und übernahm 1992 den Vorsitz des FIS-Alpinkomitees. Sportseelsorger Pater Bernhard Maier hatte bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin Gelegenheit mit Sailer ein längeres Gespräch zu führen, an das er sich heute noch gut erinnert: "Da saß er in einem ruhigen Eck des Österreichhauses und ich habe mich einfach zu ihm gesetzt, weil Platz war. Es wurde ein langes Gespräch, in dem es auch um seine Leiden und Krankheiten ging. Er hat gesundheitlich viel mitgemacht, aber mein Eindruck war, dass er ein innerlich starker und auch glaubensfester Mensch war. Es war ein sehr menschliches Gespräch, abseits des Sportes und der sportlichen Veranstaltungen."

Vorbildcharakter

Toni Sailer, der dreimal Österreichs Sportler des Jahres war, wurde 1999 auch zum österreichischen Jahrhundert-Sportler gewählt. Zuletzt erhielt er im April 2009, den "Schneekristall des Skisports" des Österreichischen Skiverbandes.

"Er war ein sehr menschlicher Sportler. Vielleicht war das auch zu seiner Zeit noch etwas einfacher. Der Sport war anders als heute, er war - wenn man das so ausdrücken darf - noch etwas heiler und ehrlicher. Der Kommerz war einfach völlig nachrangig, die sportliche Ehre und die Kameradschaftlichkeit standen im Vordergrund. Diesen Eindruck haben die damaligen Spitzenathleten, allen voran Schifahrer wie Toni Sailer, hinterlassen. Das wird bis heute anerkannt", unterstreicht Sportseelsorger Pater Maier den Vorbildcharakter des Schiidols.

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(sth/ks)

25.08.2009


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