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- 18.03.10

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Familie ist das sicherste Netzwerk der Nächstenliebe
© Stephanscom.atBei der Grundsteinlegung für den Bau der Wohnhausanlage für das Internationale Theologische Institut für Ehe und Familie in Trumau erinnerte Kardinal Schönborn an ein Wort von Papst Johannes Paul II., dass die Zukunft der Gesellschaft über die Familie gehe.

Das Internationale Theologische Institut für Ehe und Familie (ITI) in Trumau wurde am Montag, 11. Mai 2009, mit einer feierlichen Grundsteinlegung durch Kardinal Christoph Schönborn, dem St. Pöltner Bischof Klaus Küng und dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll begründet. Damit rückt die Übersiedlung des päpstlichen "Internationalen Theologischen Instituts" von der Kartause Gaming nach Trumau vor den Toren Wiens näher. Bereits zum Studienjahr 2009/2010 soll das ITI seinen Betrieb in Trumau offiziell aufnehmen.

Bauplatz von den Heiligenkreuzer Mönchen

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Kardinal Schönborn, Landeshauptmann Pröll und Bischof Küng legten gemeinsam den Grundstein für das ITI in Trumau.

Das Stift Heiligenkreuz stellte den Bauplatz zur Verfügung, damit insgesamt 77 Wohneinheiten für die Studentenfamilien errichtet werden können. 3.857 Quadratmeter Wohnfläche werden innerhalb eines Jahres entstehen, kündigte Robert Rindsbacher, Vertreter der NÖSTA, an.

"Es hat sich gefügt, dass gerade hier in Trumau das Institut entstehen kann, und ich sage, was ich mir gedacht habe, als mir der Plan unterbreitet wurde: Wenn es das ITI nicht gäbe, müsste man es gründen", so der Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck bei der Feier.

Niederösterreich als Brücke zur Welt

Auch Landeshauptmann Erwin Pröll betonte bei der Grundsteinlegung, dass dieser Grundstein einer für das Leben jedes einzelnen Menschen sei. "Die Familie ist das Halt gebende Zusammenleben von Menschen und die Ehe als bleibende Einrichtung muss dauerhaft abgesichert werden", plädierte der Landeshauptmann.
Gerade das ITI zeige auch wie wichtig die Rolle Niederösterreichs ist: "In Trumau steht eine Brücke von Österreich zu den Staaten der Welt und zwischen den Menschen in Österreich und der Welt", betonte Pröll.

Ja sagen zum Leben, zur Familie und damit zur Zukunft

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"Gerade jetzt spüren wir, dass die Familie das sicherste Netzwerk der Solidarität ist", betonte Kardinal Schönborn.

In seiner Predigt bei der Segensfeier erinnerte Kardinal Christoph Schönborn an die anfänglichen Probleme, als das Institut zunächst in Gaming seine Bleibe fand. "Mit der Hilfe Gottes und vielen Helfern ist es gelungen, dass das Institut gewachsen ist. Ich darf an ein Wort von Papst Johannes Paul II. erinnern, dass die Zukunft der Gesellschaft über die Familie geht", betonte der Kardinal. Heute würden auch nicht religiös motivierte Soziologen bestätigen, dass die Familie das sicherste Netzwerk der Nächstenliebe sei, unterstrich der Wiener Erzbischof die solidarische Einzigartigkeit der Familie: "Gerade in einer Zeit, in der die sozialen Netze dünner werden und der Sozialstaat an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gerät, spüren wir, dass die Familie das sicherste Netzwerk der Solidarität ist."
Kardinal Schönborn rief dazu auf, jungen Menschen dabei zu unterstützen, "dass sie wieder Ja sagen zum Leben, zur Familie und damit zur Zukunft". Worte allein seien aber zu wenig, es bräuchte vor allem Vorbilder, so Kardinal Schönborn.

Grundstein fachgerecht gemauert

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Der Grundstein wurde von Kardinal Schönborn und Landeshauptmann Pröll unter fachgerechter Hilfe gemauert.

Gemeinsam legten anschließend der Kardinal, Landeshauptmann Erwin Pröll, Diözesanbischof Klaus Küng, Altlandeshauptmann Siegfried Ludwig, Architekt Hermann Schmidt, den Grundstein. Darin wurde ein Metallrohr, mit einer Flasche Wein, einer Urkunde, einer Tageszeitung und einer Kirchenzeitung "Der Sonntag" sowie einem Rosenkranz und einer Statue der heiligen Theresa von Lisieux und einigen Münzen befüllt, versenkt.

Begründet wurde das Institut 1996 auf Initiative von Johannes Paul II., um jungen Menschen - vor allem aus Mittel- und Osteuropa - eine umfassende theologische Bildung mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie zu ermöglichen. Durch seine Internationalität erfüllt das ITI, das den Status einer Päpstlichen Hochschule besitzt, auch eine Brückenfunktion im neuen Europa. Das ITI wird durch Spenden finanziert, Kirchenbeitragsmittel werden nicht eingesetzt.

Weitere Artikel:

Baubeginn für Päpstliche Hochschule in Trumau bei Wien

Schloss Trumau wird zum Campus des ITI

(gr)

11.05.2009


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