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- 30.07.10

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Kongress zur Solidarischen Ökonomie
© Kongress zur Solidarischen ÖkonomieAm Freitag beginnt in Wien der Kongress zur Solidarischen Ökonomie. Drei Tage lang werden zahlreiche Themen und Arbeitsgruppen für die Teilnehmer angeboten und gemeinsam Wege für gesellschaftspolitische, ökologische und kulturelle Veränderungen gesucht.

Von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. Februar 2009, beteiligt sich die Katholische Sozialakademie (ksoe) am internationalen Kongress für Solidarische Ökonomie, der an der Universität für Bodenkultur tagt. Es sind Hunderte Themen und Arbeitsgruppen, aus denen interessierte Gäste am Kongress wählen können. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Wege für gesellschaftspolitische, ökologische und kulturelle Veränderungen suchen. Solidarisches Wirtschaften wird dabei breit verstanden: Mit dem Wort solidarisch ist die gegenseitige Unterstützung gemeint, mit Ökonomie eine Wirtschaft, die sich an den menschlichen Bedüfnissen orientiert und nicht umgekehrt.

Hunderte Arbeitsgruppen

© Rupprecht@kathbild.at
"Es gibt eine große Bandbreite an Projekten", so Markus Blümel.

Ob geschlossene Geldsysteme wie in "Wörgl 1932/33", "kooperatives Spielen in der katholischen Jungschar statt konkurrenzorientierter Wettkämpfe" oder die Lebensgemeinschaft "Beten Reden Offensein Teilen" der Pfarre Hernals: Die Ansätze sind mutig und betreffen die verschiedensten Bereiche von Solidarität. "Die Bandbreite der unterschiedlichen Projekte reicht von ethischen Geldanlagen bis hin zu solidarischen Wohnprojekten und fairem Handel. Es geht aber beispielsweise auch um Gemeinschaftsgärten. Die Idee dabei ist, dass man gemeinsam Flächen bewirtschaftet, Dadurch können Menschen selbst Gemüse ernten und lernen sich gerade im städtischen Bereich auch gegenseitig kennen", erklärt Markus Blümel von der Katholischen Sozialakademie, er ist einer der Koordinatoren des Kongresses für Solidarische Ökonomie.

Alle Inhalte sind gleichwertig

Aus den egalitären, partizipativen und unhierarchischen Prinzipien der Solidarischen Ökonomie ergab sich auch die Kongressstruktur: Parallele gleichwertige Einheiten, in denen alle ihre Inhalte anbieten können. "Es wird darauf verzichtet in Form von Podiumsdiskussionen bestimmte Dinge hervorzuheben. Die gemeinsamen Plenumsveranstaltungen dienen vielmehr dazu, die verschiedenen Programmpunkte zu vernetzen. Das Ganze ist ein sehr offener Prozess von unten und bietet vor Ort die Möglichkeit, wenn neue Ideen entstehen oder wenn jemand sagt, eigentlich denke ich schon lange über diese oder jene Möglichkeit nach, die ich hier verwirklich will", so Markus Blümel.

Genossenschaftsbanken und Solidarische Ökonomie

Die Katholische Sozialakademie ist am Kongress selbst mit einem Gesprächskreis über Genossenschaftsbanken und Solidarische Ökonomie vertreten.

Für spontane Veranstaltungsideen und weiterführende Diskussionen werden Räume vorhanden sein. Ein detailliertes Kongressprogramm ist unter www.solidarische-oekonomie.at zu finden.

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(ks/ms)

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