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- 02.09.10

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Glaubenserneuerung mit den Redemptoristen
© Stephanscom.atIn der Fastenzeit bieten die Redemptoristen in ihrem Wiener Stammkloster "Maria am Gestade" Exerzitien im Alltag an und sind verstärkt in der Glaubensverkündigung tätig.

Die Kongregation der Redemptoristen ist eine Gemeinschaft von Patres und Brüdern, die vom heiligen Alfons Maria von Liguori 1732 im Königreich Neapel gegründet wurde. Ihr besonderer Sendungsauftrag besteht darin, vor allem den Armen die Frohe Botschaft der Erlösung zu verkünden, gemäß ihrem Wahlspruch: "Bei IHM ist Erlösung in Fülle" (Psalm 130,7).
Große Bedeutung kommt dem "zweiten Gründer" Klemens Maria Hofbauer zu. Er trug die Gemeinschaft der Redemptoristen über Italien hinaus und bereitete den Weg zur Weltkongregation. Die staatliche Zulassung in der Habsburgermonarchie erlebte Hofbauer selbst freilich nicht mehr. Erst wenige Wochen nach seinem Tod wurden die Redemptoristen in Österreich offizell anerkannt und ihnen das Haus und die Kirche von Maria am Gestade in Wien zugewiesen.

Besinnung auf das Wesentliche

© Stephanscom.at
"Fasten bedeutet Neuordnung meines Lebens", so Frater Martin Leitgöb.

"Jeder der Mitbrüder ist aufgefordert, die österliche Bußzeit für sich selber zu gestalten", sagt Frater Martin Leitgöb CSsR im Gespräch mit Stephanscom.at. "Was die ganze Klostergemeinschaft betrifft, wird das regelmäßige Gebetsleben, das auch außerhalb der Fastenzeit stattfindet, bewusster gestaltet."
Außerdem werde gemeinschaftlich gefastet, indem die Klosterbewohner neben dem Freitag auch am Mittwoch auf Fleischspeisen verzichten würden. Im Mittelpunkt stehe auch die bewusstere und einfachere Gestaltung der Gottesdienste in der Kirche Maria am Gestade mit Konzentration auf das Wesentliche, so Leitgöb weiter. Für den Redemptoristenfrater bedeutet Fasten "eine bewusste Orientierung auf Gott hin, um mit der Hilfe Gottes das Leben neu zu ordnen. Neuordnung heißt auf manches zu verzichten, was mir gewohnt ist, aber was aus tieferer Sicht  mein Leben auch belastet."

Exerzitien im Alltag zum "Jahr der Eucharistie"

Die Redemptoristen von Maria am Gestade bieten heuer in der Fastenzeit zum ersten Mal "Exerzitien im Alltag" an. Dieses Angebot soll eine Einladung an Menschen außerhalb des Klosters sein, das Leben in der österlichen Bußzeit bewusster zu gestalten. Das Wort "Exerzitien" stammt vom lateinischen "exercere", was auf Deutsch "üben" heißt. "Exerzitien" sollen somit eine bessere und tiefere Einübung in das sein, was christliches Leben bedeuten kann. Wichtige Elemente dabei sind die Pflege der persönlichen Beziehung zu Gott und Jesus Christus, die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift und der gemeinsame Erfahrungsaustausch.

© Stephanscom.at
Das "Brot des Lebens" steht im Mittelpunkt der Exerzitien.

Aus Anlass des heurigen "Jahres der Eucharistie" stehen die Exerzitien im Alltag unter dem Motto "beschenkt mit Seinem Leben - von Seinem Brot genährt". Es geht dabei um "die Beschäftigung mit dem Geschenk, das uns in der Eucharistie gegeben ist, und das Bemühen, in eine tiefere Beziehung zu Jesus zu kommen und bewusst wahrzunehmen, dass er uns liebevoll und barmherzig begegnet, dass er uns wandeln möchte und dass er uns ewiges Leben schenkt", erklärt Frater Martin Leitgöb.
Neun Frauen in unterschiedlichem Alter und in unterschiedlichen Lebenssituationen nehmen an dem vierwöchigen Programm teil. "Diese Unterschiedlichkeit bietet die Chance, sich geistlich im Austausch zu bereichern", ist sich Exerzitienbegleiter Leitgöb sicher. Die Teilnehmerinnen seien sehr engagiert und mit intensivem Bemühen dabei. Es bestehe in der Gruppe eine große Offenheit in der gegenseitigen Mitteilung von Erfahrungen.

Intensive Zeit der Glaubensverkündigung

© Rupprecht
Pater Hans Hütter betreut Pfarrgemeinden bei Gemeindeerneuerungs-Projekten.

Die Fastenzeit bedeutet für die Redemptoristen eine Intensivzeit ihrer seelsorglichen Tätigkeit, besonders in der Glaubensverkündigung. Die Ordensmänner sind verstärkt in der Glaubensmission und in der Gemeindeerneuerung tätig. 
Bei Glaubensmissionen soll durch Gruppengespräche, Gottesdienste und Predigten zu grundsätzlichen Themen des christlichen Glaubens sowie durch das Angebot persönlicher Gespräche der Glaube neu zur Kraftquelle des Lebens für den einzelnen und für die ganze Gemeinde werden. So war Pater Josef Kampleitner in den ersten Wochen der Fastenzeit als Missionar bei der Glaubensmission in der Pfarre Pillichsdorf tätig. Der Rektor des Klosters Maria Gestade, Pater Hans Hütter, begleitet zur Zeit eine Gemeindeerneuerung in der Pfarre Schwechat. In solchen Gemeindeerneuerungs-Projekten geben die Redemptoristen den Pfarrgemeinden, die sich auf den Weg einer Erneuerung und Vertiefung des Glaubens und des gemeinsamen religiösen Lebens begeben, ihre Erfahrungen in verschiedenenartigen spirituellen Impulsen weiter.

Mehr über die Redemptoristen erfahren Sie hier.

Mehr über die Fastenzeit lesen Sie hier.

(ml)

10.03.2005


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