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- 02.09.10

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"Diakone - ausgespannt zwischen Himmel und Erde"
© Stephanscom.atZu Christi Himmelfahrt wurden sechs Priesteramtskandidaten der Erzdiözese Wien zu Diakonen geweiht. Weihbischof Helmut Krätzl leitete den feierlichen Weihegottesdienst im Dom zu Wiener Neustadt.

Die Diakonenweihe in der Erzdiözese Wien fand am Christihimmelfahrtstag, 20. Mai 2004, im Wiener Neustädter Dom statt.  Gläubige aus verschiedenen Ländern waren zu diesem Ereignis nach Niederösterreich gekommen.
Zwei der Weihekandidaten, Clemens Beirer und Marius Claudiu Zediu, absolvieren das Wiener Priesterseminar, die anderen vier, Gabriel Girardi, Efren Javier , Giuseppe Gabellini und Andrzej Prochniak besuchen das diözesane Missionskolleg "Redemptoris Mater", eine Priesterausbildungsstätte des Neokatechumenats.

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Kirche befindet sich in einer Spannung zwischen Irdischem und Himmlischem.

In seiner Predigt nahm Weihbischof Helmut Krätzl auf die Himmelfahrt Christi bezug: Die neuen Diakone treten ihren Dienst in einer Kirche an, "die ausgespannt ist zwischen Himmel und Erde, in der der irdische Jesus mit all seinen Wohltaten weiterlebt - Leib der Kirche - deren Haupt aber der erhöhte Christus ist, auf den alle zugehen", so Bischof Krätzl. "Kirche ist nicht das Reich Gottes, soll aber auf dieses hinführen, die Sehnsucht nach ihm wach halten, und trachten, dass wo da und dort Christen gemeinsam leben, schon ein Stück vom Reich vorweggenommen wird, verwirklicht wird", führte der Wiener Weihbischof weiter aus.

"Ausgespannt zwischen Himmel und Erde"

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Die Kandidaten sind bereit, das Weihesakrament zu empfangen.

"Diakonat bedeutet die Interpretation dessen, was Jesus in der sogenannten Gerichtsrede von den 'Gesegneten des Vaters' verlangt: den Hungernden Essen zu geben, die Obdachlosen aufzunehmen, die Kranken zu besuchen, Gefangene zu betreuen. Dienst des Diakons ist auch Dienst des Gebetes, für die Menschen, mit der Gemeinde, und mit ihr für die ganze Welt. Ein dritter Dienst ist, um des Himmelreichs willen, ehelos zu leben, und wie es heißt, in dieser Lebensform Gott und den Menschen zu dienen. Ihr müsst zeigen, dass Ehelosigkeit tatsächlich freimachen kann, Menschen umfassend zu dienen, aber auch dass die Ehelosigkeit von Jenseits etwas vorwegnimmt", so der Weihbischof.

Am Ende der Predigt bat Bischof Krätzl um den Heiligen Geist für die Weihekandidaten: "Diakone - ausgespannt zwischen Himmel und Erde. Das Irdische, das ihr anbietet, ist euer Leben, eure Begabung, eure Bereitschaft, und die ist sicher sehr groß. Das Himmlische aber, das ihr braucht, ist die Kraft seiner Gnade, und mit dieser Kraft des Heiligen Geistes, die ihr jetzt in der Weihe empfangt, werdet ihr Zeugen für den Auferstandenen in Jerusalem, Wien, in Europa und überall, wohin ihr kommen werdet bis an die Grenzen eures Wirkens. Und dieser Geist möge euch in jener Freude erfüllen, in der die Jünger damals vom Berg nach der Himmelfahrt des Herrn zurückgekehrt sind nach Jerusalem und ihr ganzes Leben seiner Verkündigung weihten, ja sogar hingegeben haben."

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Die neuen Diakone werden mit Stola und Dalmatik bekleidet.

Mit Handauflegung und Weihegebet weihte Weihbischof Helmut Krätzl anschließend die sechs Kandidaten zu Diakone. Nach dem Weihegebet wurden die neugeweihten Diakone mit der diakonalen Stola und der Dalmatik bekleidet. Mit der anschließenden Überreichung des Evangeliars wurde gezeigt, dass es Aufgabe des Diakons ist, bei den Gottesdiensten die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkünden. In der Eucharistiefeier übten die Diakone erstmals ihren Dienst aus, indem sie dem Bischof assistierten: sie bereiteten den Altar vor und reichten den Gläubigen die Kommunion.

Der aus Wiener Neustadt stammende Clemens Beirer bedankte sich beim Abschluss des Gottesdienstes im Namen aller neu geweihten Diakone mit den Worten: "Wir danken Gott für die Berufung, die er uns geschenkt hat, für die Kraft, sie auch tatsächlich zu ergreifen und ja zu sagen. Wir wissen uns verbunden der Fürsprache der Mutter Gottes, die uns auf diesen Weg begleitet hat".
Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Festgemeinde im Hof der Propstei zu einer Agape.

(ml)

21.05.2004


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