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- 02.09.10

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Aufruf zu "Solidarität mit verfolgten Christen"
© Rupprecht@kathbild.atDer Wiener Weihbischof Franz Scharl mahnte Religionsfreiheit als "Herzstück der Menschenrechte" ein. Im Rahmen eines Aktionstages der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" forderten die Teilnehmer uneingeschränkte Religionsfreiheit.

Zur Solidarität mit den verfolgten Christen in aller Welt hat der Wiener Weihbischof Franz Scharl aufgerufen. Bei einem Gottesdienst am Mittwoch, 10. Dezember 2008, im Stephansdom, der im Rahmen eines Aktionstages der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" gefeiert wurde, forderte Weihbischof Scharl uneingeschränkte Religionsfreiheit. Diese sei das Herzstück der Menschenrechte, weil sie die tiefste Berufung des Menschen betreffe.

Glauben öffentlich bekennen

© Rupprecht@kathbild.at
"Leben und Eigentum der Christen in allen Ländern gehört geschützt", so Weihbischof Scharl.

Weihbischof Scharl forderte den Schutz von Leben und Eigentum der Christen in allen Ländern der Welt ein; weiters die Möglichkeit, den Glauben öffentlich zu bekennen und Kirchen zu bauen sowie Religionsunterricht abzuhalten, wie auch den Schutz vor Zwangsbekehrungen. Es dürfe auch keine Anwendung der Scharia auf Nicht-Muslime geben, so Bischof Scharl. Als besonders schlimm nannte der Bischof die Verfolgung von Christen im Irak, in Indien, Nordkorea und in Saudi-Arabien. Aber auch in Europa gelte es wachsam zu sein. Es bestehe die Gefahr, dass die Christen still und leise aus der Gesellschaft hinausgedrängt würden. Als Beispiel erinnerte Bischof Scharl an die jüngste Kruzifix-Debatte in Linz. Die Christen müssten auftreten und zu ihrem Glauben und ihren Werten stehen, forderte der Weihbischof.

"Lebende Heilige unserer Zeit"

In einem weißen Zelt am Stephansplatz versuchten Vertreter der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Bevölkerung für die Probleme verfolgter Christen zu sensibilisieren. Zur Zeit gebe es die größte Christenverfolgung in der Geschichte, so Herbert Rechberger, Geschäftsführer der Organisation Kirche in Not im Gespräch mit Kathpress. Die verfolgten Christen, die Rechberger als die "lebenden Heiligen unserer Zeit" bezeichnete, bräuchten neben finanzieller Unterstützung vor allem das Gefühl, Teil der Weltkirche zu sein und "nicht im Stich gelassen zu werden".

Stärker ins Bewusstsein bringen

"Christenverfolgung ist in unserer Zeit stark tabuisiert", beklagte der Theologe Wolfram Schrems, Mitorganisator der Veranstaltung. Vor allem das Wissen über Christenverfolgung unter der jüngeren Bevölkerung sei überaus gering. Umso wichtiger sei es, entsprechendes Problembewusstsein in der Gesellschaft zu wecken. Das Thema müsse auch von der österreichischen Bundesregierung bei internationalen Gesprächen stärker ins Spiel gebracht werden.

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(red/KAP)

11.12.2008


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