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- 19.03.10

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Brückenschlag zwischen Ost und West in Gaming
© Rupprecht@kathbild.atKardinal Christoph Schönborn und Großerzbischof Lubomyr Husar weihten in der Kartause Gaming eine Kapelle für den byzantinischen Ritus und betonten dabei die Brückenfunktion des "Internationalen Theologischen Instituts" in Gaming.

Kardinal Christoph Schönborn und der griechisch-katholische unierte Großerzbischof von Kiew und Halytsch, Kardinal Lubomyr Husar, haben im "Internationalen Theologischen Institut" (ITI) in Gaming eine Kapelle des byzantinischen Ritus geweiht. Weitere sieben unierte Bischöfe aus der Ukraine und aus Rumänien nahmen an der Zeremonie teil. Nach der Weihe wurde in der Kapelle ein vierstündiges Pontifikalamt im byzantinischen Ritus geweiht. Kardinal Husar erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Menschen zwar unterschiedlich sind, dass Christus aber mit der Kirche eine Institution geschaffen habe, die die Menschen eins sein lasse.

"Es ist dieselbe Kirche, es ist derselbe Glauben"

© ITI
Die Kapelle wurde in einem vierstündigem Pontifikalamt im byzantinischen Ritus geweiht.

Kardinal Schönborn, der auch Ordinarius für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich ist, sagte im Gespräch mit "Kathpress", dass dieser Gottesdienst daran erinnere, wie sehr "die Kirche mit zwei Lungen atmet". Der Wiener Erzbischof meinte zum ITI: "Der Brückenschlag zwischen Ost und West ist wirklich gelungen. Und er bleibt für dieses Institut der Dauerauftrag. Das hat Johannes Paul II. gewollt und das wollen wir auch weiterführen".

Im Hinblick darauf, dass unter den ITI-Studenten sowohl Katholiken des lateinischen als auch des byzantinischen Ritus sind, sagte Kardinal Schönborn: "Wer die Kapelle von Gaming sieht und wer die Liturgie hier erlebt hat, erkennt: Das ist eine andere Tradition. Aber es ist dieselbe Kirche, es ist derselbe Glaube, und es ist ein wunderbarer Reichtum an Schönheit und Bildern, an Feierlichkeit".

"Verbindungen zum christlichen Osten pflegen"

© ITI
Kardinal Schönborn und Kardinal Lubomyr Husar betonten die starke Verbindung zum christlichen Osten.

Das ITI stehe, so Kardinal Schönborn, "ganz stark in der österreichischen Tradition, besondere Verbindungen zum christlichen Osten zu pflegen". Damit setze die katholische Kirche in Österreich das fort, was Kardinal Franz König mit der Stiftung "Pro Oriente" begonnen habe: "Wir knüpfen an die jahrhundertealte Erfahrung Österreichs im Brückenbauen zum christlichen Osten an".

Papst Johannes Paul II. hatte im Jahr 1992 die österreichischen Bischöfe gebeten, ein internationales theologisches Institut mit besonderer Berücksichtigung der Studien über Ehe und Familie zu gründen. Das sollte eine Brücke zwischen Ost und West sein. Mehr als 150 Absolventen hat das Institut bereits ausgebildet. Viele von ihnen sind in Ostmittel- und Osteuropa in wichtigen Positionen für Kirche und Gesellschaft tätig.

(red/KAP)

26.03.2007


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