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- 02.09.10

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"Schatz des Glaubens neu entdecken"
© Stephanscom.atVon Klemens Maria Hofbauer könne man vieles lernen, etwa die Rückbesinnung auf das Evangelium und auf den Reichtum der christlichen Überlieferung, betont Redemptoristenpater Hans Hütter. Von 7. bis 15. März steht der Wiener Stadtpatron im Mittelpunkt einer Festwoche der Redemptoristen.

Seit Jahrzehnten gibt es in der Kirche Maria am Gestade die Tradition der Festwoche zu Ehren des heiligen Klemens Maria Hofbauer, der seit 1914 Stadtpatron von Wien ist. Verschiedene apostolische Gruppierungen wie die Katholische Männerbewegung, die Cursillobewegung, der Rosenkranz-Sühnekreuzzug oder die Freunde und Oblaten der Redemptoristen gestalten diese Klemensfestwoche und nehmen das Fest des heiligen Klemens zum Anlass, um gemeinsam mit ihren Mitgliedern zu feiern und um über ihren apostolischen Auftrag und Dienst nachzudenken.

Sonderbriefmarke für Wiener Stadtpatron

© POST AG
Die Briefmarke zeigt die im Stephansdom stehende Statue des Heiligen.

Die diesjährige Festwoche startet am Mittwoch, 7. März 2007, um 16.30 Uhr mit dem Rosenkranz und der Eucharistiefeier des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges. Die Wiener Hartmannschwestern (Franziskanerinnen von der christlichen Liebe) feiern am darauffolgenden Freitag das Jubiläum ihres 150-jährigen Bestehens mit einem festlichen Gottesdienst am Grab des heiligen Klemens. Abschluss und Höhepunkt der Festwoche bildet der Festgottesdienst mit Christian Haidinger, Abt von Stift Altenburg, am Donnerstag, 15. März, um 19.00 Uhr.

Am Fest des Stadtpatrons von Wien erscheint auch eine Briefmarke mit dem 1909 heilig gesprochenen Klemens, welche die Österreichische Post in Zusammenarbeit mit dem Philatelistenverein St. Gabriel im Rahmen der Serie "Landespatrone Österreichs" herausgibt. In der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr wird am 15. März im Alten Rathaus gleich in unmittelbarer Nähe von Maria am Gestade ein Sonderpostamt eingerichtet, wo ein Ersttagsstempel erhältlich ist.

Bedeutender Schritt in der Ordensgeschichte

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"Klemens fand bei den Redemptoristen eine Reform der Verkündigung als Antwort auf die Aufklärung", so Pater Hütter.

Die Redemptoristen sehen in Klemens Maria Hofbauer den zweiten Gründer ihres Ordens. "Ein Mitbruder, ein früherer Provinzial der neapolitanischen Provinz, hat es einmal scherzhaft formuliert: 'Wenn der heilige Klemens nicht bei den Redemptoristen eingetreten wäre, säßen die Redemptoristen heute noch nur um den Vesuv herum'", erzählt der Rektor des Klosters Maria am Gestade, Pater Hans Hütter. Hofbauer lernte Ende des 18. Jahrhunderts in Rom die Redemptoristen als eine Reformbewegung kennen und schätzen und fand bei ihnen, wonach er selber gesucht hat, eine Reform der Verkündigung als Antwort auf die Aufklärung, erklärt Pater Hans Hütter im Gespräch mit Radio Stephansdom: "Die Aufklärung und in der Folge die Josephinische Kirchenreform hat einen Zerfall des religiösen Lebens gebracht. Klemens war Jahrzehnte lang auf der Suche, wie dem begegnet werden kann. In den Schriften des heiligen Alfons, bei den Redemptoristen hat er es dann entdeckt und auch zu seinem Leitwort gemacht", so Pater Hütter: "Das Evangelium muss neu verkündet werden, in eine neue Zeit hinein, auch in die neue Gegebenheiten hinein, und zwar den Menschen hier und jetzt. Das hat offenbar nach einer gewissen religiösen Trockenzeit der Aufklärung bei sehr vielen Menschen Anklang gefunden."

Neue Übersetzung des Glaubensschatzes für neue Zeiten

© Stephanscom.at
Hofbauer hat eine Neuevangelisierung in Europa eingeleitet.

Klemens Maria Hofbauer leitete am Beginn des 19. Jahrhunderts in Wien eine Erneuerung des religiösen Lebens ein. Diese Neuevangelisierung breitete sich sehr schnell in Mitteleuropa, dann in ganz Europa aus. Vor allem über Belgien und Holland kamen die Redemptoristen in kurzer Zeit auch mit den vielen Auswanderern nach Nordamerika  und haben dort versucht, in einer ganz neuen Umgebung das Evangelium neu zu verkünden. Klemens stehe am Anfang dieser Entwicklung und habe dem Orden einen gewaltigen neuen Impuls gegeben, betont Pater Hütter.

In der heutigen Zeit ist wieder eine Phase der Suche nach neuen Formen religiösen Lebens, auch nach neuen Formen der Verkündigung entstanden", stellt Pater Hans Hütter fest. "Ich denke, dass wir von Klemens vieles lernen können und übernehmen können: die Rückbesinnung auf das Evangelium, die Frohe Botschaft, und auch auf den Reichtum der christlichen Überlieferung. So können wir den Schatz des Glaubens neu entdecken und auch in eine neue Zeit, in neue Formen hinein übersetzen." Diese Übersetzung des Glaubensschatzes, des Reichtums des Evangeliums in die aktuelle Zeit hinein, sei die große Herausforderung der Seelsorge heute, so Hütter.

Das ganze Programm der Klemensfestwoche 2007 in Maria am Gestade finden Sie hier.

Weitere Artikel:

Hl. Klemens Maria Hofbauer, der Stadtpatron von Wien

(ml)

06.03.2007


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