Zurück zur Startseite. Zurück zur Startseite. Zur Webseite von Radio Stephansdom.
- 02.09.10

 RSS, ATOM
 
Die Nacht einmal anders erleben
© Stephanscom.atIm Wiener Neustadter Dom verfolgten die Besucher die Diskussion der zwölf Apostel über die Probleme der Urkirche. Vorher wagten sie sich hoch hinauf zur Türmerstube des Domes. Viele Menschen waren auch von der stimmungsvollen Atmosphäre in der Kapuzinerkirche beeindruckt.

Von weitem schon war das Licht, das in der Türmerstube im Südturm des Wiener Neustädter Domes brannte, zu sehen. Viele Besucher nutzten die Chance, hoch hinauf unter die Spitze des Turmes zu steigen, um die Aussicht über den Dächern der Stadt zu genießen.

© Stephanscom.at
Ausnahmsweise brannte das Licht in der Türmerstube.

Im Inneren des Domes tagte das "Apostelkonzil". Mitglieder der Propsteipfarre stellten das Konzil der Apostel in Jerusalem, das in der Apostelgeschichte beschrieben wird, nach. Dabei ging es um die Streitfrage "Müssen die Heiden zuerst Juden werden oder gibt es einen direkten Zugang zu Christus?".

Was macht den Christen aus?

Unter den Aposteln wurde heftig diskutiert, ob auch für die bekehrten Heiden die Beschneidung und die Befolgung aller Gesetze der Thora gelten solle oder allein die Taufe und der Glaube an Jesus Christus genüge. Bei der Versammlung kam schlussendlich folgende Kompromisslösung heraus: Den Heiden wurden keine zusätzliche Lasten aufgebürdet, aber - auf Betreiben von Jakobus dem Älteren - sollten sich die Neubekehrten Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktem und Unzucht enthalten.

© Stephanscom.at
Zum Abschluss beteten und sangen die Besucher die Komplet im Chorgestühl.

"Wir haben versucht, diese zwölf Männer, die in unserer Kirche dargestellt sind, sprechen zu lassen, ihre Argumente vorzubringen: 'Was macht den Christen aus? Der Glaube an Jesus Christus oder das Einhalten von Bräuchen und Vorschriften?'". Mit diesen Worten wandte sich Propstpfarrer Wilhelm Müller anschließend an die im Dom versammelten Besucher: "Vielleicht finden Sie selbst die Antwort."

Das kirchliche Abendgebet, die Komplet, im Chorgestühl bildete den Abschluss der "Langen Nacht" im Liebfrauendom von Wiener Neustadt.

Anbetung im Kerzenschein

© Stephanscom.at
Die Menschen sind in die Jakobskirche gekommen, um den in einer Monstranz ausgesetzten Leib Christi zu verehren.

Einen Kontrapunkt zum sonstigen nächtlichen Treiben in Wiener Neustadt stellte das Programm in der nur vom Kerzenlicht erleuchteten Wiener Neustädter Kapuzinerkirche St. Jakob dar.
"Erschaffe mir ein reines Herz, o Gott, einen willigen Geist gib mir neu. Weise mich nicht ab von deinem Angesicht, o Herr, nimm deinen Geist nicht von mir", so betete und sang Bruder Markus Krol gemeinsam mit den zahlreich versammelten Gläubigen. Bei dieser eucharistischen Anbetung erhielten die Menschen meditative Impulse durch das Vorlesen von Texten, gemeinsames Singen von Liedern und mittels Bilder, die auf einer großen Leinwand im Altarraum projiziert wurden.

Weitere Artikel:

Über 110.000 Besucher bei der "Langen Nacht"

Von Kakaobohnen, Bibelkuchen und Tango

Das Vom-Frieden-Reden mit Inhalten füllen

Die Lange Nacht der Kirchen auf Stephanscom.at

(ml)

10.06.2006


Druckansicht


Zurück

 
Schwerpunkte
Thema Missbrauch
Kultursommer
Sommergespräche
Neuerscheinungen
Aktuelle Tipps
tipp_sakramente.jpg


 


Die Erzdiözese - Service - Glaube & Leben - Pfarren - Termine - Suche/Sitemap - Gottesdienstsuche

Katholische Kirche Wien - Erzdiözese Wien - Erzbistum Wien
Optimiert ab MS IE 5.X und NS 7.X mit 1024x768 Pixel